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Der Sinn der Schöpfung und der Sinn des Lebens












http://orodara.piranho.de/95thesen.html

Wie verstehe ich Gott und seine Welt.

Geist vermehrt sich durch Erfahrung – indem er aus der Erfahrung neue Ideen und Erkenntnisse zieht. So vermehrt sich auch Gott – der universelle und alles umfassende Geist – durch die Erfahrungen aller Geschöpfe.


Die materielle Welt ist der Bereich, in dem die Geschöpfe ihre Erfahrungen sammeln.


Die Ideen sind geistiger Natur. Sie sind wie Pflanzensamen und die materiellen Welt ist wie der Erdboden, in dem sich der Same entwickeln kann. Die Erfahrung ist die Frucht unseres Leben und sie kann schließlich geerntet werden. Und sie ist wiederum der Same für neue Entwicklungen.


So gibt es in der Schöpfung einen ewigen Kreislauf von Aussaat und Ernte und in diesem Sinne ist Gott der „Sämann“.


Es ist der Sinn unseres Lebens, dass wir lernen sollen. Diese Aussage wird auch durch sehr viele Menschen bestätigt, die Todesnäheerlebnisse hatten.


Für diesen Lernprozess ist das starre Festhalten an traditionellen Ritualen und an kirchlichen Dogmen eher hinderlich. Man braucht eine gewisse Freiheit, um lernen zu können – auch die Freiheit, die alten Ideen in Frage stellen zu können.


Es ist jedoch nicht so, dass die materielle Welt eine Schule wäre, in der Gott uns etwas beibringen will, sondern in erster Linie lernt Gott durch uns. Er lernt und vermehrt sich durch unsere Erfahrungen.


Die Vielfalt, Unterschiedlichkeit und die Einzeigartigkeit aller Geschöpfe ermöglicht sehr viele unterschiedliche Erfahrungen. Und vermutlich gibt es auf anderen Planeten und in anderen Seinsbereichen noch ganz andere Möglichkeiten Erfahrungen zu sammeln.


So wie ein Kind keine eigenen Erfahrungen sammeln kann, wenn der Vater jeden seiner Schritt lenkt, so war es auch für die Geschöpfe notwendig, sich für eine gewisse Zeit vom Vater zu trennen und ein individuelles Bewusstsein zu entwickeln.


Die Trennung von Gott ist also kein Fehler oder Irrtum, sondern ein notwendiger Bestandteil des Schöpfungsplans. (vgl. Gleichnis vom verlorenen Sohn)


In der materiellen Welt haben wir die Freiheit, um Ideen erproben zu können und wir spüren die Konsequenzen, um sie beurteilen zu können. Leid ist die Folge von Freiheit und Konsequenz.
Eigentlich Antwort auf viele Fragen.


Wenn wir die Freiheit haben, uns gegenseitig die Köpfe einzuschlagen und wir auch die Konsequenzen dieser Handlungen spüren müssen, um daraus lernen zu können, so ist Leid unvermeidlich.


Die häufig gestellte Frage „Warum lässt Gott all das Leid zu?“, basiert auf einer falschen Grundannahme über den Sinn der Schöpfung. Das Leid ist eine Konsequenz, die sich aus dem Schöpfungsplan ergibt.


So lange wir durch unser Handeln selbst das Leid verursachen, ließe sich das Leid nur vermeiden, wenn man uns entweder die Freiheit nähme oder wenn unser Handeln keine Konsequenzen hätte oder beides. Das wäre der Preis für eine paradiesische Welt. Doch in einer solchen Welt wäre keine neue Erkenntnis möglich. Deshalb ist der Baum der Erkenntnis mit der Vertreibung aus dem Paradies verbunden.


Daher macht übrigens auch zum aktuellen Zeitpunkt eine Erlösung absolut keinen Sinn. Einerseits gibt es noch so viel zu lernen und andererseits wäre der paradiesische Friede sehr schnell dahin, wenn wir auch dort die gleichen Freiheiten hätten wie hier.


Da wir nicht immer unmittelbar die Konsequenzen selbst ernten, deren Ursachen wir gesät haben, gibt es ein Gesetz des Ausgleichs, das es uns ermöglicht, manche Situationen nacheinander aus unterschiedlichen Positionen zu erleben – eventuell auch in mehreren Leben. Und so ernten wir schließlich doch, was wir gesät haben. Es geht dabei aber nicht um Strafe, sondern um ein Bewusstsein für die Gegenperspektive. (vgl. Karma-Prinzip)


Zum Lernauftrag gehört es auch, dass der Mensch neue Umgangsformen entwickelt und erprobt, die mit etwas weniger Leid verbunden sind.


Eine Möglichkeit das Leid etwas zu mindern ist das Verständnis für die Zusammenhänge der Schöpfung und ein liebevoller Umgang der Geschöpfe miteinander. Eine Religion sollte beides vermitteln. So lange der Mensch die Zusammenhänge nicht versteht und nicht weiß, warum er hier ist, werden ihm die Probleme und das Leid sinnlos erscheinen.




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http://www.visionjournal.de/jrnl/0109/marriage.html
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