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Ich überlege mir schon seit Jahren mich umzubringen, in letzter Zeit wird dieser Gedanke immer drängender. Die Vorstellung zu sterben macht mich glücklich und gleichzeitig Angst. Für mich ist klar, Selbstmord ist für mich die einzige Lösung, je früher desto besser. Diesen Text hier schreibe ich, weil ich mich mit meinem Problem allein gelassen fühle.
Bald werde ich 20 und mein Leben war nur Scheisse. Ich hab Abitur, die Welt sollte mir offen stehen, doch bei mir ist das nicht so, weil ich nur Kacke bin. Mein Problem ist: Ich hab keine Freunde, niemand liebt mich, niemand mag mich. Wenn mich doch mal jemand mag: Er mag mich nur solange bis er mich wirklich kennt. Ich bin aus Prinzip egoistisch und von Natur aus ich-bezogen, ein Beispiel: Jemand aus meinem Bekanntenkreis stirbt: ich bedaure keine Sekunde seinen Tod, ich überleg mir nur, was sein Tod für mich bedeutet, wie kann ich Profit schlagen darauf? Vielleicht kann ich seine coole Modeleisenbahn ergattern.
Mein Vater ist genau wie ich: Er scheisst auf alles, sogar auf sich selbst: Er hat seit ich 9 bin schreckliche Anfälle: Autoaggression. Er hat unsere Familie zerstört: Unsere Verwandtschaft hat sich nur um ihn gekümmert, während meine Mutter an Krebs erkrankte (sie starb vor 4 Jahren). Ich hasse meinen Vater, ich hab mit 10 zwei Jahre kein Wort mit ihm gesprochen. Damals war mir nicht klar, dass ich das Ebenbild meines Vaters bin, wenigstens hinsichtlich seines asozialen Wesens. Ich find mich selbst nicht bös, mein Vater findet sich auch nicht böse, doch wir sind es beide, das ist genau das Problem: wir wissen nicht, wie wir auf andere wirken. Mein Vater hat sich für Minuten nicht unter Kontrolle, rauft sich die Haare, zittert am ganzen Körper (normaler Zustand, wenn er einen Anfall hat), wenn man ihn eine Viertelstunde später mit ihm redet, sagt er, er sei die Ruhe selbst und zwar schon die ganze Zeit.
Ich hasse mich, ich hasse alles an mir, ich hasse wie ich diesen Text hier schreibe, ich hasse mich, weil ich immer alles noch besser formulieren will und ich hasse mich, weil der Text trotzdem nicht besser wird.
Wichtig zu erwähnen zu mir ist vielleicht, dass ich es vermeide zu sprechen in fast jeder Situation, weil ich stottere, ich poltere (unregelmäßig sprechen). Das Stottern ist seit vier Wochen weg und zwar beinahe komplett. Bis vor vier Wochen brachte ich wegen dem Stottern fast kein Wort raus, jetzt läuft es, ich kann sprechen. Technisch gesehen kann ich sprechen, aber nicht in real. Wenn ich meinen Mund aufmache, kommt nur Scheisse raus, genau wie bisher. Ich kann nicht zusammenhängend reden, bisher hab ich nie länger als zehn Sekunden am Stück geredet, jetzt ist es nicht anders: Einen längeren Gedankengang bring ich in Worten nicht zustande. Schlagfertigkeit und solches hab ich schon mit 5 oder 6 aufgegeben: Wenn ich cool sein wollte, musste ich stottern.
Ich bin einsam, ich fühl mich verlassen. Ich spreche schon mit Leuten, es gibt auch welche, die wollen mir helfen, mir zeigen, wie ich mein Leben in Griff krieg (aktuell: ich sollte einen job finden oder was studieren, aufhören mit PC-Sucht). Doch niemand geht auf mein eigentliches Problem ein, auch wenn ich versuch darüber zu sprechen: Ich fühle nichts, ich fühl nicht mal das Verlangen wieder was zu fühlen. Die Vorstellung Freunde zu haben, ist geil und doch zum kotzen, ich werde nämlich nie einen echten Freund haben, nicht ich, nicht mein Vater. Wir können nicht Freunde sein. Niemand ist mir ähnlicher als mein Vater, den ich hasse wie niemanden sonst, der mir seine hässlichen Gene gespendet hat. Mein Vater hasst sich selbst auch, er versteht nicht, weshalb ihn die ganze Welt hasst. Er hatte in meinem Alter ähnliche Probleme wie ich, z.B. auch: er empfand keine Gefühle. Er war auch in der Klinik wie ich vor zwei Wochen (Nach fünf Tagen ging ich da wieder raus, weil ich dort nur rumsass und Tabletten schluckte).
Ich bin mir fast sicher, wenn ich mich umbringe, wird sich mein Vater auch umbringen und das wäre mir scheißegal, mir wärs auch scheißegal, was das alles für Folgen für meine drei Schwestern hat. Doch ich hab Angst davor in der Hölle zu landen für meine Skrupellosigkeit. Selbstmord planen haut nicht hin, ich hab mir schon als 12 jähriger vorgenommen mich umzubringen, wenn sich innerhalb eines Monates nichts an meiner beschissenen Lage ändert, und habs doch nie gemacht, mein Leben war aber weiterhin scheisse. Ich müsste mich impulsiv umbringen mit jeder Menge Alkohol im Blut. Eine Idee, die vielleicht auch eine Erwägung wert wär: heldenhaft umkommen, Leben retten und dabei umkommen, dann kann Gott nicht mehr so böse sein. Hat jemand dazu eine Idee vielleicht? Wo gibt es diese Art von sterben? Mein Land führt leider nirgends Krieg.
Meine letzte Hoffnung ist, dass ich mir das ganze da mit meinem Vater und mir nur einbilde (ich glaube nicht wirklich daran), dass ich nicht wirklich asozial von Natur aus bin, dass ich anders sein könnte…
Das tönt jetzt so, als ertrinke ich im Selbstmitleid und würde in Wahrheit eigentlich denken, dass ich gar nicht asozial bin… ist aber nicht so.
Wenn ich diesen Text schreibe, sehe ich wieder all die Szenen mit meinem Vater, der außer sich rumschreit in 30 Jahren sehe ich mich selbst rumschreien und den gleichen Scheisse rauslassen wie heute mein Vater. Diese Vorstellung ist zu schrecklich. Mein Vater hat mich nie auch nur ansatzweise verstanden und ich würde meinen Sohn auch nicht ein bisschen verstehen. Wir sind isolierte Menschen , ich und mein Vater. Ich bin nicht wirklich ein Mensch, ich bin eine intelligente Maschine, herzlos.
Ich bringe mich nicht um, weil ich mich hasse, sondern weil ich die Vorstellung hasse, dass ich mich einmal selbst mögen könnte, irgendwann. Ich sehe mich im Spiegel an, sehe meine bleiche Haut, ich steig in die Badwanne und sehe meine blutleeren Beine wie sie wie leblos daliegen und ich stell mir vor, wie ich sterbe, was ist nicht mehr bedeutet als wenn ich ne Taschenlampe ausknipse.
Ich würde sterben für einen guten Freund, der sich nicht nur aus Mitleid mit mir abgibt.
Ich find es auch scheisse, was ich hier geschrieben habe.
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Liebe(r) Gulden!
Also kurz: Extrem viel Selbsthass. Kenne ich aus meinem eigenen Leben. Depressiv wurde ich mit 16. Extreme Selbstmordgedanken fingen bei mir mit 18 an. Ich dachte 5 Jahre darüber nach, wie ich mich umbringen könnte. Ich sah am Ende nur noch Schwarz und Weis. Das heißt, ich unterschied nur noch zwischen Gegenständen, die zur Selbsttötung taugen und die nicht tauglich sind.
Ich habe etwas gegen das Wort „Selbstmord“. Denn der Ermordete wollte ja nicht sterben. Bei einem „Selbstmörder“ ist das nicht so.
Ich glaube auch nicht daran, dass ein Selbsttöter in die Hölle muss. Denn Gott ist die Liebe und Liebe bedeutet Verständnis.
Ich glaube nicht, dass Du wirklich so egoistisch bist, denn wenn Du es wärest, dann wärest Du Dir dessen nicht bewusst.
Ich habe mein Glück in einer anderen Kultur gesucht, um dann festzustellen, dass mir meine Probleme dort noch viel näher waren. Ich sehnte mich so sehr danach, Gott zu erfahren, dass ich tagelange weinte. Ich hatte so feste Blockaden aufgebaut, dass selbst Menschen, die die Gefühle anderer wahrnahmen sagten, bei mir kämen sie nicht mehr durch. Die Sehnsucht nach Gott wurde immens. Dann kam der große Wandel. Wie eine riesige Flutwelle strömte eine immense Liebe in mein Leben. Die Blockaden wurde mit einem Male regelrecht davon gerissen. Der Schmerz war so stark, dass ich geschrien habe. Ich glaube bereits, an diesem Schmerz sterben zu müssen, da löste er sich völlig auf. Ich erkannte, dass Liebe mein wahres Wesen ist. Ich wuchs innerlich in die Unendlichkeit und erfuhr sie letzte Vereinigung: die Vereinigung mit Gott. Ich erkannte, dass die ganze Welt von Liebe getragen wird und aus Liebe besteht. Ich erkannte, dass der Himmel überall ist und ein Ausdruck dieser Liebe ist. Ich erkannte, dass die Hölle ein Ausdruck der Liebe ist, um die verirrte Seele wieder zu Gott zurückzuführen. Und die Liebe in mir wuchs ins Unermessliche. Biss ich abermals glaubte sterben zu müssen. Diesmal, weil die Liebe derart gewaltig war, dass ich sie nicht mehr ertragen konnte. Mein Wesen löste sich langsam wieder aus dem Göttlichen. Ich stand vor Gott wie einem unendlich hellen Glanzstern von atemberaubender Schönheit. Uns diese unendlich hellen Strahlen durchströmten mich, ohne mich zu verbrennen. Sieben Jahre Depression waren in wenigen Sekunden in eine unendlich tiefe Ekstase verwandelt. Jeder Augenblick dieser Ekstase entschädigte mich reichlich für alles Leiden, durch das ich ging. Und auch wenn das bereits fast 14 Jahre her ist, so stahlt es immer noch weiter. Das Licht Gottes vergisst man niemals!
Glaube daran, auch Du kannst es. Ebenso wenig, wie man das Glück in einer anderen Kultur finden kann kannst Du das Glück in einem körperlosen Zustand finden. Deine Probleme nimmst Du mit. Ja, auch dort ist Entwicklung möglich, aber hier sind die Bedingungen besser. Deshalb haben wir uns ja inkarniert! Gott schickt niemanden in die Hölle! Das ist absoluter Unsinn. Die Hölle wählen Seelen durch ihre Lieblosigkeit. Liebe die Hölle und sie wird zum Himmel! Liebe kann alles bewirken, denn liebe hat dieses Universum geschaffen!
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| ja schon scheiße wenn man merkt das da nichts mehr ist was einen hält. wenn man erkennt wie scheiße man selbst is. ein fehler...ein ausrutscher gottes. man fühlt sich so deplatziert so falsch. wenn ich mir die menschen in meiner umgebung betrachte... wie sie handeln fühlen und denken, dann merke ich immer wieder wie falsch ich bin. aber hey wozu braucht man denn andre menschen.ich hasse es wie sie mich anschauen. die blicke gehn mir direkt ins herz. mir ist klar das sie mich nicht hierhaben wollen..und ich hasse sie nichtmal dafür. manchmal hat sich schon der ein oder andre getraut mir zu sagen, dass er mich liebt aber sie kennen mich alle nicht nicht wirklich. ich kann nicht geliebt werden. ich glaube und traue niemanden mehr.
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Danke für die Antworten, Martin und Mareike,
ob Gott mir helfen kann bezweifle ich langsam.. er war nie da, ich hab schon x-mal zu ihm gebetet. manchmal war es ein Trost, dass es jemand gibt, der die Welt lenkt und alles in der Hand hat, auch mein Schicksal. tja, aber geholfen hat er mir nie. ich hab mich regelmässig in den Schlaf geweint und gebetet, dass ich aus meiner Isolation herauskomme. es hat nichts gebracht.
Mareike, du sprichst mir aus der Seele. Ich hab heute mit meiner Tante telefoniert und bei jedem Wort das ich sagte hielt ich mir die Hand zu einer Pistole geformt an meinen Kopf.
Wenn ich selten mal mich freue mit jemandem, wenn ich das Gefühl habe verstanden zu werden und auch zu verstehen, dann kann ich schon Momente später nur noch drüber lachen und mich verfluchen.
Das Zitat von Kafka gefällt mir: Unfähig mit Menschen zu leben, zu reden. Vollständiges Versinken in mich, Denken an mich. Stumpf, gedankenlos, ängstlich. Ich habe nichts mitzuteilen, niemals, niemandem.
kafka war schizoid, ich bins wohl auch.
ich hassse mich
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Hallo Ihr Zwei,
wenn Ihr Gott sucht, wird ER sich finden lassen - denn ER ist immer da!
Aber suchen müßt Ihr IHN schon selbst!
| Zitat: |
Eines Nachts hatte ein Mensch einen Traum; er träumte, er ginge den Strand entlang mit Gott, über den Himmel hin leuchteten die Szenen aus seinem Leben auf, für jede der Szenen bemerkte er im Sand zwei Fußspuren: die eine gehörte ihm selbst, die andere zu Gott.
Als die letzte Szene vor ihm aufgeleuchtet war, blickte er zurück auf die Fußspuren und bemerkte, daß lange Zeit den Weg nur ein Paar Spuren im Sand zu sehen waren.
Er bemerkte auch, daß dies geschehen war während der schwersten und traurigsten Zeit seines Lebens. Dies machte ihm ernstlich Kopfzerbrechen und er fragte Gott:
Herr, Du sagtest, als ich mich entschied, Dir zu folgen, Du würdest den ganzen Weg mitgehen. Aber ich bemerkte, daß während der schlimmsten Zeit meines Lebens nur ein Paar Spuren da waren. Ich verstehe nicht, daß - als ich Dich am meisten brauchte - Du mich verlassen hast.
Gott antwortete: Mein kostbares Kind, ich liebe Dich und wollte Dich niemals verlassen. Während Deiner Zeit voller Last und Leiden, als Du nur ein Paar Spuren sahst, da war es so, daß ich Dich getragen habe!
aus Irland |
Alles Liebe für Euch Engeljani
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