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Aber sie kann doch wirklich glücklich sein tolle Reime zu bekommen (und dann auch noch selbst gedichdet ) ... wow!
Da kann man grad eifersüchtig werden... Ich krieg das mit dem Dichten irgendwie nie so auf die Reihe , obwohl ich es gerne könnte und mir auch super gerne Gedichte lese!
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Also, hm wie man das hin bekommt, dazu gibt es schon Möglichkeiten, es bedarf aber auch einiger Voraussetzungen.
Man sollte etwas Taktgefühl haben, oder etwas Musikalität ist natürlich noch besser, denn Sprache ist ja eine Art Gesang.
Aber Gedichte müssen sich nicht mal unbedingt reimen, wenn man ganz modern schreiben will, dann kann man einen beliebigen Satz aus der Zeitung abschreiben und jedes Wort so betonen, dass es eine Seite braucht, dann ist das ein Gedicht.
Du siehst, ich bin nicht unbedingt Fan der Supermoderne.
Was manchem (z.B. mir) gerne immer wieder passiert ist, dass die Zeilen nach unten immer länger werden.
Man muss dann bereit sein, Worte auch weg zu streichen, Verständlichkeit einzubüßen damit oder eben sogar mal den Sinn zu verändern.
Ich würde zum Üben NICHT mit Liebesgedichten anfangen, auch wenn es immer wieder die Liebe ist, welche Leute zu Poesie anregt, es wirkt so wahnsinnig schnell kitschig mit der Huldigung des anderen Geschlechts.
Gut ist auch, wenn man die Orthographie einigermaßen beherrscht, ich mache schon Schreibfehler, manchmal beabsichtigt, aber das sollte dann auch bemerkbar sein, sonst ist mit dem Witz nicht weit her.
Ich geh dicht sagt das Gehdicht, das ist eine dumme G´schicht....
Gedichte möchte man doch hoffen, die blieben allen Menschen offen!
Wenn Du reimen willst, dann bedarf es eines Wortschatzes, der auch die Trennungen berücksichtigt, z.B. :
Kürzlich ging ich an die Tür
öffnete erschrak dann für-
chterlich....
NEIN das geht doch nicht! fürch-terlich müsste es heißen. Aber was endet mit ürch, der Lurch die Lurche, nix Lürch ggg.
Nun, in meinem Kopf ist allerhand los meistens. Ich habe mehr das Problem, den Mist einfach aus zu sortieren und nur Brauchbares zu berücksichtigen.
Manche Ideen wären so schön und kommen doch nie in die rechte Form, ohne Vergewaltigung der Sprache.
Aber es gibt beispielsweise eine Thementreue, man kann vielleicht Tiergedichte schreiben, denn Tiere sind durchaus viele, die sich wunderbar reimen. Wilhelm Busch hat ein Alphabet geschrieben mit kleinen Tiergedichten.
Oder man kann Wörter einfach schütteln, da entstehen ganz lustige Sachen. Dazu kannst du mal Erich Mühsam im Netz suchen, da sind alle drin von ihm, unter "zur Psychologie der Erbtante" gibt es viele lustige aber auch sonst.
http://www.schuettelreis.de/muehsam.html
Da war das Fräulein Liebetraut,
das an den Folgen einer Traube litt.
Quälend rumorten ihre Triebe laut,
weshalb sie schnell in jene Laube tritt.
Höxter: So lebten wir (1929), S. 11
Auch in: Zur Psychologie der Erbtante (1984), S. 20
Habe ich auch schon leicht anders gelesen, aber das sind Details, nicht sehr wichtig.
Ich finde, wenn es keinen Spaß mehr macht, sollte man sofort aufhören, aber mir machts eben schon noch sehr Spaß. Nur, wenn alle Menschen singen würden, denk mal, der Lärm auf dieser Welt! Und dann will noch jeder ein riesen Publikum besingen, wo kämen wir da denn hin?
Es muss schon einige geben, die sich mit dem Zuhören und Lesen befassen!
Die vollkommen Untalentierten mit besonders viel Neid werden Kunstkritiker..... Gell Rainicki oder so ähnlich lieber. Aber für den bin ich viel zu unbekannt.
Poesie macht aber nicht glücklich, gar manche ausgezeichnete Poeten haben sich mehr auf bissige, satirische bis zynische Reime konzentriert, denn besonders in Zeiten der Diktatur kann sich nur noch die Kleinkunst frei zur Lage äußern, und auch das unter Lebensgefahr.
Manches von mir, was mir heute gefällt, finde ich morgen schon eine Katastrophe, und wenn es dann nicht bereits jemand bekommen hat, dann verschwindet es in Müll, nicht etwa in einer Schublade. Was ich schlecht finde will ich ganz weg haben, aber bis ich was hoffnungslos schlecht finde braucht es wirklich viel.
Aber ich glaube das interessiert die Leute nicht so sehr, kannst mir auch eine PN schicken mit etwas spezielleren Fragen.
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...und wenn man alles klein schreiben würde?
wenn euer tag niemals erwacht
im land der träume seid willkommen,
im tal der schwerelosigkeit
wo keine grenzen uns wollen bremsen,
wo trauer fliesst in heiterkeit...
verdiente ruhe sollt umwandeln
in zarte unvollkommenheit...
wo jeder eine gleicht dem anderen,
in dem gefühl der ewigkeit.
...wo sanfte hände sterne halten,
die protzten vor unnahbarkeit
und jetzt könntet ihr sie fühlen,
die wünsche und die dankbarkeit.
doch jetzt, ein glitzernder gedanke
endet die nacht in wirklichkeit,
denn wenn euer tag- niemals erwacht,
zerfliesst das sein- in nichtigkeit...
lg an VanTast mom46
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ob groß ob klein hier schreiben
bevor man es lässt bleiben
wird klein und groß schon wissen
satzzeichen überflüssig
bestimmt in dem geh dicht
rechtslage ist abschüßig
keine mine zieht s´gesicht
gramm a tick überflüssig
du siehst ich bin flegg s übel
orto gra vieh hüt wer
gern in den zeilen grübel
ich schreib wie sprech daher
verständlich oder rätsel
haft ist ´s auf jeden fall
gib mir noch eine bretzel
das wichtigst überall.
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an VanTast
...du schreibst kluge gedichte,
jedes eine geschichte
die du anscheinend lebtest.
ich glaub`, dass deine zeilen,
in manchen kopf noch weilen
und du ihnen auch hilfst!
denn solch ehrliches bestreben,
gibt vielen mut zum leben,
auch wenn du es nicht weisst!
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