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Gedichte












Hallo VanTan

Da ich ziemlich neu in diesem Forum bin, schnuppere ich ein wenig rum- mal sehen ob ich irgendwo hängen bleibe. Vermutlich nicht, da ich-Mensch- gerne meinen Senf bei manchen Sachen dazugeben möchte. Ich werde sicherlich auch oft ankanten, nur bringt es ja auch Schwung ins Ganze- schliesslich sollen ja Dialoge entstehen- von Monologen können meine Wände ein Lied singen

Bin, warscheinlich wie auch du auf mehreren Ebenen Zuhause, nur nicht mehr so "bewandert"- hatte lange keine Zeit für geistige Nahrung gehabt, dafür eine vielfältige Lebensgeschichte. Und aus Was lernt man bekannterweise am schnellsten! ...Eben

Viel Spaß in dieser vielfältigen Welt!

lieben Gruss mom46
Ich habe da noch ein eher kritisches Liedchen an einen Menschen, welcher seiner Sehnsucht frönt, eine Leidenschaft, der ich auf Dauer eher wenig Genuss abringen kann.


Sehnsucht:

Ich habe mich verzehrt in Jahre langem Sehnen
die Lieder meiner Sucht die bringen nur noch Gähnen
in gewohnter Einsamkeit verliert sich mein Gefühl
schon Dein Bild, mein Schatz erfüllt mich innerst kühl.

Ich habe mich wohlweislich nicht auf einen Mensch fixiert
ein Phantom habe ich als Ziel des Sehnens mir gekürt
und weiß genau wie´s aussieht, ja von weiten passen viele
doch je näher wir uns kommen umso klarer wird im Spiele:

Bist Du´s, oder etwa nicht
zeige Dich doch mal bei Licht
fühlst Dich mächtig zärtlich an
doch da ist ein Haken dran:

Innen ist vielleicht was krumm
Dein Verhalten macht mich stumm
nein, der Mensch nach dem mich sehnte
niemals schon beim Frühstück gähnte
für die Stunden die sie brachten
dank ich nach den Übernachten
sehne weiter und von dannen
erfrischt nach der Badewannen
wandere ich wieder weiter
zur nächsten Sprosse meiner Leiter.

Süchte, Süchte: flüchte, flüchte
niemals füllt sich Dein Bedarf
streuen Lügen und Gerüchte
die ein böser Geist entwarf.

Ich fühle tief im Innern gähnt ein Riesen-Schwarzes Loch
das da an meines Mutes Zinnen nagt als wie ein Joch
ich füllte es mit Alkohol und fiel in tiefes Koma
drauf dachte ich an feinre Mittel, kam zu Aura Soma

ich setzte müde mich zur Erd´ verschränkte meine Beine
mancher kam her zu mir und fragte mich: "Du ganz alleine?"
"NEIN" rief ich mitten in die Stille: "Eines mit dem All!"
verdutzt man fragt: "Was ist Dein Wille?" "FRIEDE IM WELTENALL"
Depression:

Tief in mir
unter meiner Seele
da gähnt ein schwarzes Loch
und saugt mir an der Freude
stets füll ichs auf
und es saugt noch.

Mal deck ich´s zu mit vielem Tun
Getöse und Geplapper
mit Streiten, Reden, und immun
gegen feindliches Geschnatter

Mal fü(h/l)l ich´s auf mit meiner Freud
und mit dem Licht der Liebe
die quillt ja bei Gelegenheit
mir mitten im Getriebe.

Einst füllte ich´s mit Alkohol
das ist mir nicht bekommen
drum fühl ich ohne Suff mich wohl
und setze mich versonnen

Am Rand des grossen schwarzen Lochs
lehn an der Seele Baum
und strahlend, in der tiefen Ferne
dieses geheimnisvollen Lochs
glimmt eine hoffende Idee
und trägt durch aller Pflichten Joch
oblieg ich ihnen manchmal gerne
auch in dem Seelenraum
jenseits der Nacht unter dem tiefen schwarzen See.
@Van Tast: hast du die Gedichte selber geschrieben?

Ich habe hier auch noch ein wunderschönes Gedicht von Erich Fried für euch über Freundschaft

Ich liebe Dich
nicht darum, weil Du so bist,
sondern weil ich so bin,
wenn ich bei Dir sein kann.
Ich liebe Dich nicht wegen all dem,
was Du aus Dir gemacht hast,
sondern für das,
was Du aus mir machst.
Ich liebe Dich
um meines besseren ICH willen,
das Du hervorzukehren weißt…
Ich liebe Dich weil Du Hand anlegst an mein übervolles Herz
und alle Leichtfertigkeiten und Schwächen übersiehst,
die man nicht übersehen kann
und dafür alles,
was schön und gut ist, zum Vorschein bringst,
das zu finden kein anderer tief genug geblickt hat…
Ich liebe Dich
weil Du Deine Ohren vor den Mißklängen in mir
verschließt
und stattdessen
durch ehrfürchtiges Lauschen die Musik in mir verstärkst.
Ich liebe Dich, denn Du hilfst mir,
auf dem Bauplatz meines Lebens nicht ein Gasthaus,
sondern einen Tempel zu errichten;
so wie Du mir auch hilfst,
daß meine täglichen Worte nicht Vorwurf,
sondern Gesang sind.
Ich liebe Dich
weil Du mehr zu meinem Glück beigetragen hast,
als es irgendein anderer hätte tun können
und Du tatest es ohne eine Berührung,
ohne ein Wort, ohne ein Zeichen.
Du tatest es einfach dadurch, daß Du Du selbst bist.
Und wahrscheinlich ist es das,
was man unter Freundschaft versteht…
Zitat:
Datum: 24.04.07, 12:23 Titel: Re: Gedichte
@Van Tast: hast du die Gedichte selber geschrieben?


Ja, die sind mir so eingefallen.
Ich veröffentliche praktisch nur eigene Gedichte in Foren, manche schreibe ich da auch situationsbezogen.

Aber ich habe mal den Zauberlehrling vom J.W. Goethe performiert, in den Tischlerlehrling, das war aber mehr ein Jux gggg

Man hat mich auch schon mal gefragt, ob ich auch noch Prosa schreiben könne, besonders meine Freundin hatte sich mal Sorgen gemacht, weil meine Postkarten (seit 4 Jahren natürlich e-Cards, wer wird denn noch Papier rumschicken, wenn es ohne geht!) also die waren wirklich durchweg gereimt.

Die Arme hatte echt das Gefühl, sie müsste anfangen zurückzureimen, s bedurfte einiger Erklärungskunst, ihr bei zu bringen, dass es mir mehr auf den Inhalt ankommt als auf die Form von Texten.

Ja, und das war jetzt eher unpoetisch, aber ich hab ja vielleicht noch was , zum Abrunden sozusagen.

such such:


Also, dazu muss ich vorausschicken, dass jemand eine Katze zuhause hat, welche sich mit dem Netzkabel vergnügte, bis dieses seine Leitungsbereitschaft vollends aufgab.
Dass in der Schublade noch Ersatz war, ist erst gegen Abend herasgekommen und in dem Moment, als ich davon hörte hatte ich gerade die erste Strophe geschrieben:


17.04.2007, 17:28
Katzenverse

Manchmal sind die lieben Tiere
trotz der Unterhaltung, Liebe
all der Sorge, Freude, Spaß
doch auch ärgerlich, gar Hass
kann sich breiten aus im Menschen
tut ein Tier nicht nach den Wünschen
nagt die Netzverbindung durch
Katz! Was bist Du für ein Lurch!

nun, in der Lade ist Ersatz
damit eben trotz der Katz
der Kontakt nicht abgerissen
wenn die Lage auch besch...
lieber Grießgram hier verbreiten
als ohne Netz allein zu leiden
renkt man sich dann wieder ein
kann man gemeinsam sich erfreuen

an verflossenen Kindigkeiten
die zwischendurch mal Druck bereiten.
Seis drum und blas ins Friedenshorn
streichel die Katz nicht hint nach vorn
sonst kratzt sie wild und das mit recht
nicht anders als beim Menschengeschlecht
muss man die Richtung und die Zeit
wohl finden für die Zärtlichkeit.
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