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Es wird immer gesagt, Jesus käme noch einmal auf die Erde und dann würde alles gut werden und ewiger Frieden.
Ich weiß es nicht. Andere glauben es ganz stark.
Hier entnehme ich einmal eine andere Sicht darauf:
"Jesus war von Anfang an für unsere Menschheit als Christus bestimmt. So war er auch während seiner kosmischen Entwicklungsphase mit allen Seelen dieser Seelengruppe verbunden. Doch erst in seiner irdischen Entwicklung begann sich seine Rolle als Anführer und Erlöser der Menschheit auch in der irdischen Welt abzuzeichnen. - Im Laufe seiner irdischen Entwicklugn wurde auch die engste Zusammengehörigkeit seiner Seele mit allen Seelen in unserer Menschheit, die auf der geistigen Ebene immer schon bestand, auch auf der Erde - auf der seelischen Ebene - Wirklichkeit. Als er schließlich zu Christus wurde, nämlich am Kreuz, da wurde er nicht nur mit Gott eins, sondern seine Seele vereinigte sich vollumfänglich auch mit der Seele der Menschheit.
In der Entwicklungsphase, in welcher sich unsere Menschheit heute befindet, erfahren immer mehr Menschen ihre innigste Zusammengehörigkeit mit Jesus. Und dies ist das Zeichen dafür, daß sie sich auf dem Weg der Erlösung befinden und im Begriff sind, in das Christus-Bewußtsein hinein zu wachsen.
"Anatomie der Seele" - Kapitel 34
Ich denke, Grundvoraussetzung, diese Aussage anzunehmen, besteht darin, daß wir nicht nur materiell denken, sondern auch die Seelenebene einbeziehen. Sonst bleibt es unverständlich.
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Nur Passagen:
Jesus und der Weg des Menschen
"Der Weg des Menschen führt zu Gott. Ist der Mensch in seiner inneren Entwicklung so weit, daß er den Weg der Spiritualität betreten kann, so beginnt er in Gott hineinzuwachsen und sein Bewußtsein wird zum Christus-Bewußtsein.
Bis zu jener Wende, an welcher der Weg beginnt, zu Gott zurückzuführen, haben jene Pioniere den Weg der Menschheit gebahnt, die den Weg für die Evolution der Lebewesen und die äonische Entwicklung des Menschen vorbereitet haben.
von dieser Wende an war die SEndung JESU, die letzte - immer noch zu lange Wegstrecke für den Menschen begehbar zu machen. Er erfüllte seine Sendung, indem er die irdische Entwicklung und damit die Menschwerdung auf sich nahm. - Aber er bliebt nicht an der Oberfläche des Menschseins. Er mußte auch erfahren, was das "Menschsein" in all seinen Schattierungen bedeutete. Er mußte also auch in die dunkelsten Abgründes irdischen Denkens hinabsteigen.
"Er "markierte" den Weg gleichsam mit dem Göttlichen Licht und machte somit den Weg zu Gott für die Menschen überhaupt erst begehbar. So kann jeder Mensch in seinem Herzen (in seinem inneren Wissen) wissen, daß er sich selbst dann, wenn er auf Abwege gerät oder in der größten Finsternis: in der "Hölle" versinkt, immer noch auf dem Weg befindet, der ihn zu Gott führt. denn alle Abwege, Umwege und Rückläufe sind nur Abschnitte auf dem Weg zu Gott, und nichts kann den Menschen auf diesem Weg endgültig zurückhalten oder von dem Weg für immer wegführen.
Der Abstieg Jesu in den Abgrund des menschlichen Daseins: in das Böse und - in dessen Folge - in die "Hölle", läßt etwas Grundlegendes erkennen und wirft auch auf den Entwicklungsweg des Menschen ein besonderes Licht. Der Mensch kann von da her begreifen, was er tut, wenn er sämtliche - auch die negativen - Möglichkeiten des menschlichen Daseins auslotet: Er handelt auch da noch nach dem Willen Gottes.
Zu verstehen erst, wenn man die Reinkarnation begreift - von Grund auf.
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Weitere Passagen:
Jesus konnte in alle Varianten des irdischen Lebens das Göttliche nur deshalb hineinleuchten lassen, weil sich das Irdische von Anfang an dazu eignete, das Göttliche aufzunehmen. Es ereignete sich dazu, weil es in einem bestimmten Sinne schon "göttlich" war. Und "göttlich" war es, weil es von Gott erschaffen wurde. - Gott erschuf aber die Welt nicht auf "gut Glück", ohne zu überlegen, welche Konsequenzen daraus entstehen können, was aus der Welt werden könnte. Er ist nicht der untaugliche Baumeister, der ein Gerüst erstellt, ohne im voraus zu berechnen, wie weit es belastbar ist, so daß es nur zu leicht überbelastet wird und Teile von ihm abböckeln oder das ganze Gerüst zusammenbricht.
Nicht nur jede Seele, auch die Welt hat er "erdacht". Er hat sie mit allen Konsequenzen zu Ende "gedacht". ER hat sie so "gedacht", wie sie ist - und wie sie schon immer war. Es gab und gibt nichts, was nicht in seinem "Ratschluß" vorgesehen wäre. Und in seinem "Ratschluß" war auch das Böse eingeschlossen.
Gott hat keinen "Rücken".Es gibt nichts, was ohne sein Wissen oder gar gegen seine Absicht entstanden wäre, es gibt nichts, was seiner Aufmerksamkeit entgehen könnte.
Der Weg, der zu Gott führt, führt durch sämtliche Erfahrungen. Er führt ebenso durch die Erfahrung des Guten wie durch die Erfahrung des Bösen. - Dieser Weg wurde von Gott mit Bedahct festgelegt. Es ist Gottes Weg, und das ist der Grund, warum der Mensch den Weg seiner Entwicklung nie verlassen kann.
Der Mensch kann tun, was er will, er tut immer nur das, was - letzten Endes - Gott gewollt hat. Ohne Gottes Hilfe kann ernichts tun, nicht einmal das Böse.
Wenn er aber einmal begriffen hat, daß er auch dann, wenn er das Böse tat, zu Gott unterwegs war, wird er mit absoluter Gewissheit wissen, daß er Gott einst unfehlbar erreichen wird. - Und dafür, daß er dessen gewiss sein kann, besteht ein weiterer Grund.
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Jetzt zu Jesus, der nur den Willen des Vaters tut.
"Das Leben ist sinnvoll, weil es aus Entwicklung besteht. Und die Entwicklung - die Gesamtentwicklung der Seele - ist sinnvoll, weil sie planvoll aufgebaut und auf ein Ziel hin ausgerichtet ist: auf Gott.
Die Wahrheit, die jede Art von Wirklichkeit, so auch die menschliche Realität fundiert, liegt die Tatsache zugrunde, daß alles, was es gibt, aus Gott existiert und alles Gott gehört.
Jesus ist die Wahrheit, weil er mit der Göttlichen Wirklichkeit, mit Gott, vollständig eins wurde. - Als er sagte: " Ich bin die Wahrheit" (Jo 14,6) wußte er, daß er die für die Wahrheit nötige Bedingung erfüllen werde: Er würde sich dessen, was er war und was er hatte, entäußern. Er tat es am Kreuz, wo er sogar seiner innigen Verbundenheit mit Gott entsagte, so daß er die vollständige Gottverlassenheit erlebte (Mt 27,46; Mk 15.34)
Und da er sich total "entleerte" und es nichts mehr gab, was er für sich behalten hätte, gab es auch nichts mehr, was ihn von Gott noch hätte trennen können. Er konnte mit Gott für immer eins werden und damit seine Sendung erfüllen: den zweiten Aspekt Gottes, den Christus-Aspekt, auf der Erde vertreten und verwirklichen.
Leben bedeutet, die Anlagen der Seele zu aktualisieren, sich zu entwickeln und dabei jenen Gedanken Gottes zu vewirklichen, dessen Ausformung jeden einzelnen Menschen von Anfang an bestimmt war. - Leben heißt: Gott in sich und in seinen Geschöpfen leben lassen.
Jesus wurde am Kreuz, als er sich mit Gott vollständig und für immer vereinigte, zu Christus. Dadurch wurde in ihm, Christus, der zweite Aspekt Gottes, zur irdischen Wirklichkeit, und sein Leib, der zu dieser zeit wahrhaftig sein Leib war, sein Lichtleib, wurde zum "Leib" des zweiten Aspektes Gottes: zum mystischen Leib Christi.
Als inkarnierter Mensch starb zwar Jesus am Kreuz, doch verblieb er auch danach auf der Erde, nun nicht mehr in seinem physischen, sondern in seinem "Auferstehungsleib" , der die Ausformung seines Lichtleibes war. In seinem Lichtleib ist er unter uns Menschen auch heute ununterbrochen gegenwärtig.
Während seiner irdischen Entwicklung zog Jesus alle Seelen der heutigen Menschheit in seine eigene ein. Dadurch ist jede Seele ein Teilchen, eine Zelle in Christi alles umfassendem mystischem Leib - das heißt: in Jesu Lichtleib - geworden.
Warum also sollte Jesus wiederkommen ? Er ist da - immer da. Nur anders, nicht in der Form, wie ihn manche Menschen wünschen.
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