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Hatte lange nichts von Akron gehört - aber jeder Künstler braucht mal ab und an eine Ruhephase - und meistens kommt er, wie auch wir, zu neuen Erkenntnissen.
Siehe hier im Interview:
http://www.peregrinus.ch/index.php?id=64
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Fragen Teil II: Höhere Magie
1. Die neuere Physik hat ja auf der subatomaren Ebene der Materieforschung Belege dafür gefunden, daß die Welt nicht so festgefügt ist, wie es uns vorkommt. Alles scheint in einem Gewebe aus Wellen, Energie und Wahrscheinlichkeiten zu verschwimmen, und das wahrnehmende Bewußtsein ist Schöpfer, zumindest Mitschöpfer dessen, was sich materiell manifestiert. Ist somit die Wirksamkeit von Magie "bewiesen"?
Nicht nur das. Seit den beunruhigenden Experimenten von Libet/Feinstein wissen wir, daß in unserem Nervensystem zahlreiche nicht mit dem Willen vernetzte Energien interagieren, die möglicherweise sogar die Illusion eines Bewußtseins erzeugen. Bevor ein Mensch aus freiem Willen bewußt seinen Finger bewegt oder die kleine Zehe krümmt, ist dieser Akt bereits vollführt. Und das Bewußtsein glaubt dann tatsächlich, diesen Befehl erteilt zu haben, obwohl Untersuchungen ergaben, daß die Bewegungen schon stattgefunden haben, bevor das Gehirn überhaupt informiert war. Damit stürzt das ganze Bild unserer Realität wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Wir werden unsere ganze Sichtweise revidieren müssen, die uns bislang vorgaukelte zu sein, wer wir sind - eine Erkenntnis übrigens, die visionäre Mystiker schon lange vorausgeahnt haben. Langsam wird uns klar, daß noch andere Kräfte als das alles zueinander in Beziehung setzende Denken unsere Matrix gestalten, und als nächstes taucht die Frage auf, ob unsere Realität mehr ist als der verdichtete Dschungel unserer inneren Überzeugungen und Glaubensbilder? Dann wären Mode, Kultur und politische Trends die psychische Materialisation dessen, was der kollektive Zeitgeist uns vorgibt zu denken, und die menschliche Entwicklungsgeschichte nichts anderes als das, was wir an Zusammenhängen der sich laufend verändernden Formen aus dem Zylinder unserer Vorstellungen "hervorzauberten". |
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Und er führt weiter aus:
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5. Gibt es magische Verrichtungen, zu denen du zwar "technisch" in der Lage wärst, die du aber aus ethischen Gründen unterlassen würdest?
Du glaubst, daß es böse Bereiche in der Magie geben kann, die der Zauberer aus "ethischen Gründen" besser meiden sollte? Ich kann dich beruhigen: Es gibt sie nicht. Sie existieren nur in den Köpfen der Menschen. Nur weil wir die Gegengewichte zu unseren Zielen, Wünschen und erstrebten Vorstellungen brauchen, anhand dessen wir unser Scheitern erklären können, erschaffen wir sie aus dem Fond unserer Wahrnehmung, und zwar aus der Abteilung verdrängter Ängste. Daher ist sogar der Weise bereit, dieses "virtuelle" Böse zu akzeptieren, damit unsere soziale und materielle Weltordnung nicht zusammenbricht. Zur Frage, ob ich aus ethischen Gründen auf Negatives verzichten würde, möchte ich ebenfalls mit einer Frage antworten, nämlich mit dem Satz, was Meister Eckhart auf diese Frage wohl einfiele? Er würde es möglicherweise so formulieren: "[color=red]Diesem armen, ausgegrenzten Teufel bleibt gar nichts anderes übrig, als uns ständig anzugreifen, damit wir ihn immer wieder besiegen können. Und er wird seine Aufgabe tapfer und mutig bis ans Ende der Tage erfüllen müssen, solange wir nicht erkennen, daß wir ihn selbst gerufen haben. Wüßte der Mensch, daß das Böse der eine Teil des Ganzen ist, das von ihm selbst in die Welt gesetzt worden ist, damit sich der andere Teil manifestieren kann, und würde er aus ethischen Gründen darauf verzichten ... das wäre böse!"[/color] |
Wer das Negative in sich ablehnt, wer nur eine Friede-Freude-Eierkuchen Welt haben will, wird mit dem Gegenschlag des Pendels konfrontiert - er legt das, was er nicht auslebt, in die Krankheiten seines Körpers.
Das Ungute lebt in uns - es muß erkannt und heraus geholt werden, damit es bearbeitet werden kann.
Doch die Angst davor ist groß. Und so kehrt man weiter das kleine "Häufchen" unter den Teppich und möchte manchmal nicht wahrhaben, daß es zerstörend wirken kann.
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7. Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen der Magie? Was gibt es wirklich, was ist Humbug und "Fantasie"? Kann man z.B. Dinge aus dem Nichts materialisieren? Kann man den Willen eines Menschen unter seine Kontrolle bringen? Den Tod eines anderen Menschen herbeiwünschen?
Ja ... und auch nein! Man kann nicht Dinge aus dem Nichts auf der Frequenz unserer Materialität materialisieren, aber man kann das Bild unserer Materie auf eine "geträumte" oder eine Vorstellungsebene verschieben und dort evozieren, wo es keiner merkt. Man kann auch den Willen eines anderen Menschen nicht unter Kontrolle bringen, aber man kann in sein Energiepotential eindringen und unbekannte Persönlichkeitsteile wecken, was von außen wie eine seelische Umschichtung wirkt (die bevorzugte Methode südamerikanischer Heiler). Das ist keine Zauberei, sondern nur das "Aufsitzen" auf die physisch und psychisch schwingende innere Kraft. Wir erschaffen, wie schon gesagt, aus dem Fundus unserer schöpferischen Energie innere Gestalten, denen wir uns nicht bewußt sind, und diese sind für die meisten Änderungen in unserem Leben verantwortlich, denn geistige Veränderungen passieren meist ohne "magischen" Eingriff (denken wir nur an die vielen Persönlichkeitsverschiebungen, die auf der einen Seite durch Drogen und Alkoholmißbrauch, auf der anderen durch Erfolgserlebnisse oder "spirituelle Erleuchtungen" ausgelöst werden können). |
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Bei diesen Aussagen denke ich an menschliche Beispiele - an Situationen im Leben eines Jeden:
6. Dann versuche ich es direkt. Könntest du beispielsweise eine schöne Frau verhexen?
Ich kann nur eine Frau anziehen, die in ihrer eigenen Prägung mit meiner inneren Anlage übereinstimmt. Deshalb ist auch der oft gehörte Ausspruch nicht relevant, daß man mit Magie jemand verhexen oder negativ beeinflussen könnte. Man kann jemand nur zu sich selbst (hin) beeinflussen, also zu dem, was in ihm latent schon angelegt ist, und selbst das auch nur zu einem Zeitpunkt, an dem der andere diese Auslösung selbst anstrebt. Doch es gibt ein Problem. Da Adam das innere Personenkarussell von Eva meist nicht vollständig erkennt (nur das dominierende Persönlichkeitsbild in der Erscheinung der Frau), können deren unbekannte Teile mit seinen unbewußten Personen ein eigenes Spiel aufziehen und sie in tiefe Abgründe hinunterstoßen, die von beiden nicht beabsichtigt worden sind. Wir sehen solche Auswüchse oft in der Liebe, wenn Menschen in Emotionen hineingerissen werden, die sie nicht wollen und aus denen sie ohne psychische Blessuren auch nicht wieder herauskommen. Trotzdem: Auch hier "verhext" der Magier nicht notwendigerweise die Frau. Er kann gleichermaßen selbst zum Opfer werden, wenn sie von ihm angezogen werden will. Es ist nicht falsch, wenn man sagt, daß beide einander suchen, um ihre unbewußten Schicksalsmuster aus der Latenz heben zu können.
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