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Armut in der Welt - wo liegen die Ursachen ?












http://www.3sat.de/3sat.php?http://...../themen/123884/index.html

50 Euro im Monat für die Tochter

Es ist die Armut, die die Menschen dazu bringt, ihre eigenen Kinder zu verkaufen. Sie leben hier auf engstem Raum. Es gibt keinen Strom, kein fließendes Wasser. Die kleinen Zwillingsgeschwister von Hasna, gerade fünf Jahre alt, gehen mit ihrem Vater Metall und Plastik sammeln. Es ist normal, dass die Kinder aus den Elendsvierteln Marokkos mit anpacken. Sie hüten das Vieh, wenn sie welches besitzen, kümmern sich um die kleineren Geschwister oder sie durchsuchen den Müll. Ihre Fundstücke versuchen sie für ein paar Cent zu verkaufen. Doch das reicht nicht zum Leben. Für Hasnas Arbeit als "Petite Bonne" waren dem Vater 50 Euro ihm Monat versprochen worden. Bezahlt wurde zwar nur unregelmäßig, aber es half zum Überleben der kleinen Geschwister.


Wo liegen die Ursachen der Armut ? Genügt die Veränderung der gesellschaftlichen Zustände ?

Wer wird die gesellschaftlichen Zustände ändern - oder anders - ändern wollen ?


Zwölf Euro müssen sie für ihre Baracke im Monat Miete bezahlen. Einen Arztbesuch oder Medikamente können sie sich nicht leisten. Schwer genug ist es, die Kinder täglich mit Essen zu versorgen, Fleisch gibt es fast nie, meistens nur Gemüse und manchmal reicht es auch nur für ein Stück Brot. Hasnas Mutter fragt die Tochter: "Hat sie Dich geschlagen?“ "Ja, sie hat mich geschlagen. Schau hier, alles war ganz geschwollen, sie hat mich mit dem Gürtel verdroschen." Noch darf Hasna nicht bei ihrer Familie bleiben. Sie muss Abschied nehmen. Sie ist verzweifelt und traurig, doch die Gefahr ist zu groß, dass ihr Vater sie wieder zum Arbeiten fortschicken würde. Und so drückt sie ihre Eltern, sucht Trost, den es nicht geben kann in einer Gesellschaft, in der so viele Menschen arm sind. Noch kann Hasna es nicht erkennen, aber sie ist eine der wenigen, die Glück gehabt haben: Um sie kümmert sich jetzt immerhin eine Hilfsorganisation.

http://www.bmz.de/de/ziele/deutsche.....mut_bekaempfen/index.html
Ursachen für Armut
Armut ist sowohl Ursache als auch Folge weltweiter Entwicklungsprobleme. Armut hat viele Gesichter und viele Ursachen: Dürreperioden, die die Ernte vernichten, Arbeitslöhne, die nicht für das Nötigste reichen, Regierungen, die nur die Interessen der Reichen berücksichtigen.

Armut kann durch die starke Verschuldung von Staaten und durch ungerechte internationale Handelsregeln entstehen. Auch Korruption, Kriege, Epidemien, Naturkatastrophen und ein hohes Bevölkerungswachstum sind Ursachen für Armut. Und wer arme Eltern hat und darum nicht zur Schule gehen kann, bleibt auch selbst meistens arm.

Eine der wichtigsten Ursachen für Armut ist die fehlende Gleichberechtigung der Frauen. In vielen Ländern sind Frauen in beinahe allen Bereichen gegenüber Männern benachteiligt. Die Folge: 70 Prozent der in Armut lebenden Menschen auf der Welt sind Frauen und Mädchen.

Meistens sind mehrere Gründe gleichzeitig für die Armut der Menschen in einem Land verantwortlich. Viele Ursachen von Armut können von den betroffenen Ländern nicht selbst und nicht allein beeinflusst werden. Darum haben die armen Länder nur dann eine Chance, ihre Situation zu verbessern, wenn sie den Kampf gegen die Armut gemeinsam mit anderen Staaten und der internationalen Gemeinschaft führen können.

http://www.bmz.de/de/ziele/deutsche.....mut_bekaempfen/index.html

Erkannt wird es bereits:

Armutsbekämpfung bedeutet demnach nicht, Almosen zu verteilen. Armutsbekämpfung heißt, den Armen dabei zu helfen, ihre produktiven und schöpferischen Fähigkeiten zu entfalten. Sie müssen in die Lage versetzt werden, ihre Interessen national, regional und international besser zum Tragen zu bringen und Verantwortung zu übernehmen.

aber wie angehen und konstruktiv umsetzen ?

Deutschlands Maßnahmen gegen die Armut basieren auf einem erweiterten Armutsbegriff:
Armut ist demnach nicht nur als geringes Einkommen definiert, sondern ist eine komplexe Lebenssituation, geprägt von Mangel, Verletzbarkeit, Ungerechtigkeit und Perspektivlosigkeit.
Für den Einzelnen bedeutet das geringe Chancen und Beteiligungsmöglichkeiten am politischen, sozialen und wirtschaftlichen Leben.
Es bedeutet außerdem höhere Risiken wegen fehlender sozialer Sicherungssysteme, Missachtung der Menschenwürde und Menschenrechte sowie einen begrenzten Zugang zu Bildung, Eigentum und Ressourcen wie Wasser und Boden.
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum IV


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