|
|
|
Es ist schon traurig, daß es so etwas noch gibt und daß es sich jetzt in Deutschland abspielt.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,535286,00.html
| Zitat: |
| Der 39-jährige Erol P. hatte am 9. März 2007 seiner Ex-Frau Rukiye und den drei gemeinsamen Kindern im Alter von neun, zwölf und 18 Jahren vor deren Wohnung in Mönchengladbach aufgelauert. Mit einer Pistole Luger 9 Millimeter schoss er auf Rukiye P. Als die 38-Jährige am Boden liegt, setzt er einen Fuß auf ihren Oberkörper und feuert ihr zwei Mal direkt in den Kopf. |
Auch in Deutschland schlagen Männer ihre Frauen - aber es gibt Gesetze und Hilfe für Frauen.
| Zitat: |
| Danach schießt er auf seinen zwölfjährigen Sohn Orkan, der hinter ein Auto vor dem Haus flüchten kann. Orkans neunjährige Schwester versteckt sich im Hausflur. Erol P. rennt zurück auf den Bürgersteig zu seiner Tochter Derya. Die 18-Jährige tippt gerade die 110 in ihr Handy, er packt sie an den Haaren und schießt ihr aus nächster Nähe in den Kopf. Als sie am Boden liegt, zielt er auch bei ihr noch einmal auf den Kopf und drückt ab. Rukiye P. stirbt noch am Tatort, ihre Tochter im Rettungshubschrauber. Nach einem kurzen Fluchtversuch stellt sich Erol P. der Polizei. |
| Zitat: |
| Erol P. habe den Verlust seiner Macht nicht geduldet und die beiden Frauen "aus niederen Beweggründen ermordet". |
| Zitat: |
Offizielle ZahlenInoffizielleDunkelzifferInternational
48 Menschen wurden seit 1996 in Deutschland Opfer von sogenannten "Ehrenmorden" - das ergab im Mai 2006 eine Untersuchung des Bundeskriminalamts (BKA). 36 der Opfer waren Frauen. Ein Ehrenmord ist nach dem BKA-Bericht ein Mord, der "aus vermeintlich kultureller Verpflichtung heraus innerhalb des eigenen Familienverbands verübt wird, um der Familienehre gerecht zu werden".
Die meisten Fälle spielten sich in türkischen Familien ab. Die Täter waren zumeist Väter, Brüder oder Mütter der Opfer. "Blutrache-Delikte", die sich aus ähnlichen Motiven auch gegen nicht verwandte Opfer richten, gingen nicht in die Untersuchung ein. |
Neben schön gestalteten Moscheen ist das auch Islam. Das darf man nie vergessen.
Ehre und Ehrenmord am Beispiel islamischer Gesellschaften
Die Ehre in islamischen Gesellschaften ist ein wichtiges unverzichtbares "Gut", dessen Verlust im Auge der islamischen Gemeinschaft eine Wiederherstellung verlangt, die je nach Schwere des Vergehens auch nur mit dem Tod der/des Ehrbrecherin/s wiederhergestellt werden kann. In den Augen der Gemeinschaft ist besonders die Tugendhaftigkeit der Frauen Voraussetzung und Garant für die Ehre der Familie. Ein Fehlverhalten, wie z.B. vermutete sexuelle Unmoral, bringt unweigerlich über die ganze Familie Schande und führt zum Verlust der Ehre. Zum Fehlverhalten gehört nicht nur der sexuelle Verkehr außerhalb der Ehe, sondern in manchen Gemeinschaften der bloße Kontakt oder das Gespräch mit einem Nichtfamilienmitglied, ein kurzer Flirt, ein unerlaubter Blick, die freie Wahl des Partners oder auch das Verlassen des Hauses ohne einen männlichen Begleiter.
|
|
|
|
Menschenrechte
Frauenrechte
Frauenrechtsverletzungen: Ehrenmorde
"Anstandsverbrechen" (honor crimes) sind im Osten und Südosten der Türkei sehr häufig. Sie sind traditionell im gesamten Mittelmeerraum wie auch im Nahen Osten und weit nach Asien und Afrika hinein verbreitet. Um was geht es? Mädchen, die ihre Jungfräulichkeit verloren haben, müssen mit ihrer Tötung durch die Familie rechnen. Eine Liebesaffäre ist ebenso tödlich wie eine Vergewaltigung oder ein sexueller Mißbrauch, sogar durch ein Familienmitglied. In diesem Fall stellt der Täter die Ehre der Familie wieder her, indem er die Missbrauchte tötet. Genauso ist eine Frau bedroht, wenn sie aus einer Ehe mit einem ungeliebten Mann ausbricht oder vor einer durch die Familie arrangierten Ehe flieht, auch wenn sie sich nicht mit einem anderen Mann eingelassen hat.
http://www.dadalos-d.org/deutsch/Me.....chte/warum/ehrenmorde.htm
quelle:
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de
Eine Kultur, die wir oft nicht verstehen.
|
|
|
|
das gibt es ja nicht nur in der tuerkei.
maria grazia deledda, eine sardische, meiner meinung nach faszinierende schriftstellerin schreibt.
" L'UNICO VERO PERDONO è LA VENDETTA" . das heisst, frei uebersetzt: " die einzige wirkliche vergebung ist die blutrache"...
religion oder spirituelle orientierung ist da ja aussen vor, da geht es um archaische "muster" und knallharte strukturen, die uebrigens nicht nur patriarchialisch gestrickt sind.
letztendlich geht es immer um die wiederherstellung des dagewesenen...
ein schutzmechanismus einer gesellschaft,fuer die der tod eines mitglieds noch funktion hat.
habe in sardinien gearbeitet und geschichten gehoert, dass sich einem die ohren biegen...
aber das ist alles noch sehr lebendig, weil dieser - ich nenne es mal so- archaische schutzmechanismus durch nichts anderes ( moderne gesellschaft!) ersetzt worden ist.
auch so ist z.b. die mafia in italien zu verstehen, die sog. "omerta", das schweigen der laemmer...
|
|
|