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Jesus - Leben in seiner Zeit












http://www.stern.de/wissenschaft/na.....de/501604.html?eid=501701

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum erstenmal, damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete.

Wie lebten Juden in dieser Zeit - wie waren ihre Sitten, Bräuche, Gesetze ?

Wie eingebunden waren die Menschen in ihrer Zeit in ihrer Gesellschaft ?

Was fühlten und dachten sie und wie sah das alltägliche Leben aus ?
Dabei ist Jesus von Nazaret eine der verschwommensten Gestalten der Geschichte wie die meisten Religionsgründer, die gerade deswegen reichlich Raum zur persönlichen Identifikation geben: Jedem seinen Jesus.

Ist es wichtig, zum Menschen 'Jesus' durchzudringen?

Keines der kursierenden Jesus-Bilder ist neutral, warnt Professor Gerd Theißen, Neutestamentler an der Universität Heidelberg und Spezialist für den historischen Nazarener. Immer sind irgendwelche Interessen verwoben. Sei es der Wunsch, lieb gewordene Traditionen zu wahren, oder umgekehrt auch der Versuch, sich durch ein ganz anderes Bild Jesu von der Kirche, mit der einer vielleicht hadert, abzusetzen.

Dank seines fruchtbaren Bodens ist Galiläa zur Zeit Jesu eines der am dichtesten besiedelten Gebiete des Römischen Reiches, hat aber wegen seiner geringen Größe trotzdem nur etwa 250000 Einwohner. Die meisten wohnen in bescheidenen Dörfern. Es ist diese von einfachen Bauern und Handwerkern wie seinem Vater geprägte Landschaft, in der Jesus offenbar fast sein ganzes Leben verbringt.
Jesus verstehen lernen in seinem Umfeld - in seinen Gedanken - in seinem Bezug zur Weltmacht Rom, das seine Heimat in Beschlag nahm.

Die Geschichte des Königreichs Judäa endet im Jahre 70 heutiger Zeitrechnung, das heißt, vor rund zweitausend Jahren.

http://www.hagalil.com/judentum/feiertage/av/jehudah.htm

Die Juden waren und sind in dieser Hinsicht eine Ausnahme. Als Nation, als politische Einheit haben sie damals ihre Existenz verloren, aber sie hielten an ihrer Kultur und Religion fest, und sind deshalb eine eigenständige Gemeinschaft innerhalb des Volkes, in dem sie lebten, geblieben. In dieser Epoche, in der die Juden aus ihrem Land vertrieben wurden, beteten die Völker überwiegend Götzen an. Es gibt keinen Zweifel daran, daß man keine Brücken schlagen konnte zwischen Gottesdienst und Götzendienst.
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