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@jivatma
Lieber Jivatma,
danke für die umfangreiche Antwort, der ich problemlos inhaltlich zustimmen kann, enthält sie ja keine neuen Gedanken für mich. Unbeantwortet ist für mich aber immer noch:
Hältst Du nun Frauen für weniger vertrauenswürdig und für stets weniger intelligent als Männer?
Oder ist das auch nur ein Missverständnis, egal ob man sich nun für den jeweiligen Körper entschieden hat. Ist das nun die unterschiedliche Programmierung von Mann und Frau?
Lieber Gruß Vaijanath
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Haribol lieber Vaijnath,
| Zitat: |
Hältst Du nun Frauen für weniger vertrauenswürdig und für stets weniger intelligent als Männer?
Oder ist das auch nur ein Missverständnis, egal ob man sich nun für den jeweiligen Körper entschieden hat. Ist das nun die unterschiedliche Programmierung von Mann und Frau?
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Shrila Prabhupada, kommentiert nicht aus einer persönlich, emotionalen Sicht heraus, sondern aus einer transzendentalen. Er wiederholt lediglich das was die Veden erklären.
Ich möchte noch mal die zwei Ebenen hervorheben - die Materielle und die Transzendentale.
Auf der materiellen Ebene sind Frauen im Allgemeinen weniger intelligent und weniger Vertrauenswürdig. Auf der spirituellen Ebene sind sie jedoch genau so intelligent und vertrauenswürdig.
Wie ist das zu verstehen?
Frauen haben einen für Sinnenbefriedigung wesentlich besser ausgerüsteten Körper. (klingt etwas technisch, aber selbst Shri Krishna erklärt den Körper als ein "jantra" (Maschine)
So sind Frauen automatisch auch mehr an sinnliche Freuden angehaftet, oder mit anderen Worten, ihre Identifikation mit dem Körper ist stärker. Denn es ist genau diese falsche Identifikation (Illusion) die es uns ermöglicht auf der Sinnlichen Ebene zu geniessen. Es gibt nachweislich mehr Philosophen als Philosophinnen und andererseits gibt es ebenfalls nachweislich mehr Frauen in sozialen Berufen als Männer. Soziale Berufe sind auf das "leibliche" Wohl ausgerichtet. Und das ist auch durchaus natürlich. Leider geht das, wie ich geschrieben habe, ursprünglich weibliche immer mehr verloren - die Welt wird immer "Herzloser".
Aber nicht weil es dem Menschen an Intelligenz mangelt, sondern an transzendentalem Wissen. Die gesamte Wissenschaft ist darauf ausgerichtet die körperlichen Annehmlichkeiten auszubauen = Sinnenbefriedigung, was der Untergang jeglicher Intelligenz bedeutet.
"Wenn Blinde blinden Führern folgen, fallen beide in die Grube."
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Nun zur transzendentalen Ebene:
Shri Krishna sagt in der Bhagavad-Gita, im Kapitel "das vertraulichste Wissen":
| Zitat: |
"O Sohn Prithas (Arjuna), diejenigen, die bei Mir Zuflucht suchen, können das höchste Ziel erreichen, auch wenn sie von niederer Geburt sind, wie Frauen, vaishyas (Kaufleute/Bauern) oder shudras (Arbeiter)." (BG 9.32)
und ein Kapitel später sagt Shri Krishna dann folgendes:
..... Unter den Frauen bin Ich Ruhm, Glück, erlesene Sprache, Gedächtnis, Intelligenz, Standhaftigkeit und Geduld. (BG 10.34) |
Diese beiden Zitate scheinen sich zu widersprechen - aber nur dann wenn man sie aus dem Zusammenhang reißt. (wie das nur zu oft gemacht wird bei diskutierenden Kontrahenten. Zwischen uns ist das glücklicherweise nicht so, was ich sehr zu schätzen weiss)
Im ersteren geht es um die materielle Ebene, wo Krishna erklärt das es um Ihn (Gott) zu verstehen nicht auf weltliche Intelligenz ankommt, sondern auf Bhakti (liebende Hingabe). Im zweiten Vers (BG 10.34) erklärt Shri Krishna, dass die transzendentalen Eigenschaften von erlesener Sprache, Gedächtnis Intelligenz, Standhaftigkeit und Geduld, weibliche Tugenden sind.
Oder mit anderen Worten, es spielt keine Rolle in welcher Kaste oder mit welchem Geschlecht ein Mensch geboren wurde, denn wenn er durch das praktizieren von Bhakti-yoga auf die transzendentale Ebene erhoben wird, offenbart sich ihm alle Wahrheit und alle Weisheit.
So gibt es also diese zwei Ebenen von materiell und spirituell.
Auf der materiellen Ebene ist der Mann "intelligenter" als die Frau und die Frau ist gleichzeitig befähigter ihre Sinne besser zu geniessen als der Mann. Würde die Frau sich ständig daran erinnern wie schmerzhaft die Geburt eines Kindes ist, würde sie wohl kaum lustvolle Gedanken entwickeln - aber sie "vergisst" und so kann sie geniessen.
Jedoch ist auf der spirituellen Ebene auf welcher man sich als ewige spirituelle Seele und ewiger Diener Shri Krishnas erkannt hat, alles für das Bewusstsein verunreinigende transformiert.
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Es mag Männern einfacher fallen die Bhagavad-Gita theoretisch zu verstehen (gijan) aber Shri Krishna gibt Seinem Geweihten die benötigte transzendentale Intelligenz Ihn, Gott, zu verstehen und das ist dann eben die Ebene von divya-gijan (transzendentales Wissen).
Somit ist Anhaftung an das jeweils andere Geschlecht schlussendlich Illusion. Und jede echte spirituelle Praxis zielt darauf ab die sexuelle Energie zu transformieren und dies ist in unserem Zeitalter (Kali-yuga) nur durch das Chanten der Heiligen Namen Gottes möglich.
In diesem Sinne stimme ich Shrila Prabhupada voll und ganz zu.
Srila Prabhupada betonte nicht nur einmal das "seine" Kommentare zu seiner Wort für Wort Übersetzung der Bhagavad-Gita, des Shrimad Bhagavatam, des Caitanya-Caritamrita, des Bhakti-rasamrita-sindhu, nicht von "ihm" stammen würden, sondern das diese ihm Shri Krishna "diktiert" hätte. Jeder der ein bisschen Kenntnis in Sanskrit hat realisiert das die Übersetzungsarbeit die Shrila Prabhupada in nur 12 Jahren geleistet hat absolut übermenschlich (transzendental) sind.
Gleichzeitig eröffnete er mit Hilfe seiner Schüler 108 Tempel rund um die Welt und weihte fast 10'000 Schüler ein. Hinzu kommt, das er mehr Frauen als je zuvor in der Geschichte der vedischen Kultur die Brahmana-Einweihung gab. Denn die spirituelle Zweit-Einweihung (Brahmana-Status) ist in der ursprünglich vedischen Kultur nur Männern vorbehalten!
Dies löste vor allem in Indien grosse Aufruhr unter den Kastenbrahmanas auf. Auch das spricht vollkommen gegen eine "frauenfeindliche" Haltung seitens Srila Prabhupada. Im Gegenteil Shrila Prabhupada nahm all die Kritik auf seine Schultern und versuchte den Leuten das gleiche klar zu machen was ich dir hier jetzt versuche klar zu machen.
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Der Körper ist wie ein Werkzeug. Ein Werkzeug das wir entweder zur Befriedigung Gottes in den Dienst stellen können oder zu unserer eigenen Befriedigung. Setzen wir es für unsere Befriedigung ein, erzeugen wir damit einen weiteren materiellen Körper. Und je nach der Qualität unserer Handlungen wird dieser besser oder schlechter sein als der jetzige.
Setzen wir dieses Werkzeug in den Dienst Krishnas, sind wir auf dem Pfad der Befreiung = kein materieller Körper mehr (keine materielle Bedeckung unseres spirituellen Körpers mehr). Handeln müssen wir so oder so, es fragt sich einfach für wen.
Je nach der Qualität unseres Handelns erzeugen wir eine bestimmte Art von Körper für das nächste Leben. Genau genommen sind nicht wir diejenigen die den Körper direkt erzeugen, sondern die materielle Natur unter deren Kontrolle wir stehen. Aber wir sind die "sekundären" Schöpfer = "das was du sähst das wirst du Ernten".
In der Shankya-Philosophie von Kapiladeva (3. Canto des Shrimad-Bhagavatam) wird das genau analysiert. Shankya bedeutet "genaue Analyse". Dort wird die fein- und grobstoffliche Materie in 24 Elemente aufgeteilt. Und die Wirkungsweise von Ursache und Wirkung analisiert.(sehr empfehlenswert!)
Hier noch einen kurzen Video von Bhakti-Tirtha Svami einem Schüler von Shrila Prabhupada zum Thema "falsche Identifikation":
http://www.youtube.com/watch?v=XcFA8iSXf2c
Gruss
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