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Hallo Vaijnath,
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| wie in den vorigen Postings, ist das was wir gemein haben deutlich mehr als das, was uns trennt. Gott ist Persönlichkeit, ja. Doch sehe ich auch die unpersönlichen Aspekte. Diese widersprechen meines Ermessens aber nicht dem Persönlichkeitsaspekt. Persönlichkeit bedeutet für uns doch auch Individualität, etwas Eigenes, etwas das von anderen abhebt. Da Gott jedoch die Verschiedenheit transzendiert, ja Einer ist, sind diese individuellen Aspekte von Persönlichkeit nicht mehr vorhanden. Da Er aber quasi das ersehnte Gegenstück zu unserer Persönlichkeit wiederspiegelt, der Tochter ist Er der Vater, der Mutter der Sohn, dem Freund der Freund, scheint Er Persönlichkeit zu haben. |
Man unterscheidet in den Veden drei Aspekte des einen ungetrennten Gottes.
Brahman, Paramatma, Bhagavan
Du gehst von der Ansicht aus, dass Gott in seinem transzendentalen Aspekt formlos ist und dass Er eine materielle Form, (Persönlichkeit) annimmt.
Die Veden erklären jedoch, dass alle drei Aspekte (Brahman, Paramatma, Bhagavan) transzendental sind. Wenn GOTT persönlich in der materiellen Welt erscheint, tut er dies in Seinem ewigen transzendentalen Körper. Wohingegen wir einen vergänglichen Körper von der materiellen Natur erhalten.
Shri Krishna in der BG:
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| „Obwohl ich ungeboren bin und Mein transzendentaler Körper niemals vergeht und obwohl Ich der Herr aller Lebewesen bin, erscheine Ich in jedem Zeitalter in meiner ursprünglichen transzendentalen Gestalt.“ (BG 4.6) |
Der Untrschied zwischen unserer Individualität und der Individualität Krishnas ist, das Seine Individualität unbegrenzt (vibuhu) ist. Unbegrenzte Individualität bedeutet jedoch nicht plötzlich unpersönlich. Gott ist ewig eine individuelle, unvewechselbare Person. Er ist eins mit allem und doch verschieden von allem, da Er der Ursprung von allem ist.
Gruss
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@Vaijanath
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In "Vom Geist der Sonne" spricht der Geist Christi davon, dass es heute gilt, sich von den etablierten Religionen zu lösen. Es gehe also nicht um eine Reformation des Christentums oder der Gründung einer Weltreligion, sondern darum, dass der Mensch endlich anfängt, seinen Glauben zu leben, insbesondere im zwischenmenschlichen Bereich, anstelle sich großartige Theorien und Glaubensbekenntnisse aufs Hemd zu schreiben. Eben Menschlichkeit zu leben.
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...wofür aber sehr viele Menschen heute noch nicht reif genug sind, um ohne 'Anweisungen' einer Religion so zu leben.
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@jivatma
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Zeit ist der ultimative, unsichtbare "Regent" des Universums, eine Energie die von Gott aus geht.
Ein Gerät das mit Strom betrieben wird ist ohne Strom regungslos, aber sobald es mit Strom versorgt wird, fängt es sich an zu bewegen und wir können von Tätigkeit sprechen. So treibt die Zeit, alle sich bewegenden und nichtbewegenden Lebewesen (Pflanzen), an, zu Handlungen. |
Der Faktor Zeit, den G. I. Gurdjieff als den "unbarmherzigen Heropas" genannt hat, etwas ähnliches finde ich in den Veden oder als Name noch nicht recht befriedigendes ausser:
Aus dem Rigveda [4-51] An Usas
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1. Dort vorne im Osten ist dies Licht zum vielten Male der Finsternis entstiegen, die Zeiten
machend. Nun sollen des Himmels Töchter, die Usas, durch ihr Erstrahlen dem Menschen
den Weg bereiten. |
[10-2] An Agni
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1. Stelle die verlangenden Götter zufrieden, du Jüngster; der Opferzeiten kundig, du Herr der
Zeiten, opfere hier! Welche die göttlichen Opferpriester sind, mit denen zusammen bist du,
Agni, unter den Hotri´s der beste Fürbitter |
Help.
Gruss
Nasruddin
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Hallo Nasruddi,
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Der Faktor Zeit, den G. I. Gurdjieff als den "unbarmherzigen Heropas" genannt hat, etwas ähnliches finde ich in den Veden oder als Name noch nicht.
Help. |
Shri Krishna sagt in der BG:
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... unter den Bezwingern bin Ich Zeit, ... (BG 10.30)
... Ich bin die unerschöpfliche Zeit, ... (BG 10.33)
"Zeit (kala) bin Ich, die grosse Zerstörerin der Welten, und Ich bin gekommen, um alle Menschen zu vernichten. Ausser euch (den Pandavas) werden alle Soldaten hier auf beiden Seiten getötet werden." (BG 11.32) |
(BG 11.32)---> seihe auch Erläuterung)
Jede Tätigkeit ist dem Zeitfaktor untergeordent. Und da alles in der materiellen Welt der Zerstörung anheimfällt, ist sie das Mächtigste.
Der Atheist mag Gott leugnen aber dem Tod, der von der unsichtaberen Zeit verursacht wird, muss er trotzdem begegnen. So muss der Atheist doch wenigstens die Zeit als Gott anerkennen.
Der Gottgeweihte ergibt sich dem Höchsten Herrn unter dessen Macht die Zeit steht und überwindet somit alle Hindernisse um ins Königreich Gottes zu gelangen. (siehe BG 7.14)
Gruss
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Hallo Vaijnath,
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Eine Frage die mir wichtiger erscheint: Warum sollen wir, nach dem Verständnis der Veden, Gutes tun, den Nächsten achten,den Bedürftigen helfen?
Nur um gutes Karma für uns zu erzeugen? (das ist ja dann nicht besonders selbstlos, oder?) Oder weil wir damit Gott in Form unserer Nächsten dienen? Heißt es nicht: Das was du dem Geringsten tust, das tust du mir? (das wird von mir favorisiert.) |
Alle Lebewesen sind Teile Gottes. Wer also das "kleine Teilchen nicht ehrt, ist des Ganzen nicht wert".
Wieso der Einzelne "Gutes" tut, steht dann wieder auf einem anderen Blatt. Das Motiv und Wissen ist entscheidend.
Wer nicht den Unterschied zwischen spiritueller und materieller Natur kennt, besitzt kein wirkliches Wissen und dessen "Hilfe" bleibt immer unvollkommen. So ist "Hilfe" ohne transzendentales Wissen wertlos. Was nützt es Spitäler zu eröffnen um kranke Kinder zu "heilen" ohne diesen Kindern transzendentales Wissen zu vermitteln?
Ein Mensch der nicht lernt wie er aus den Klauen von Samsara entkommen kann, vergeudet nur seine wertvolle Lebenszeit.
"Liebe deinen nächsten wie dich selbst", setzt voraus das man sich selber zuerst einmal kennen (lieben) muss. Liebe die nur auf den Körper gerichtet ist, ist wertlos. Wenn Liebe jedoch auf die ewige spirituelle Seele gerichtet wird, ist die Hilfe für den vergänglichen Körper damit mit eingeschlossen, wohingegen Liebe die nur auf den Körper gerichtet ist, für die Seele nutzlos ist.
Gruss
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