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Shivaismus oder Vishnuismus oder Krishnaismus?












Hallo Vaijnath,

Zitat:
Wonach strebt ein liebender Diener? Er strebt danach, seinem Herrn alle Wünsche von den Augen abzulesen, seine Wünsche unmittelbar auszuführen. Der sehr gute Diener denkt nur noch an seinen Herrn und er ist so in Gedanken an ihn vertieft, dass er schon weiß, was sein Herr will, bevor dieser den Wunsch ausgesprochen hat, und der Diener vergisst sich selbst dabei. Er wird nur glücklich und zufrieden sein, wenn sein Herr glücklich und zufrieden ist und traurig, wenn sein Herr traurig ist. Der Diener wird so zu einem vollkommenen Werkzeug seines Herrn, das wie eine Gliedmaße des Herrn ist und ohne Eigenwillen (besser ohne getrennten Willen) immer den Willen des Herrn ausführt.


Wir haben immer unseren eigenen Willen. So wie auch ein Kind seinen eigenen Willen hat, wenn es dem Vater etwas schenkt was eigentlich dem Vater bereits gehört. Der Vater schätzt die Liebe des Kindes, das Geschenk ist zweitrangig.
Man unterscheidet in der spirituellen Welt zwischen 5 Beziehungen die das Lebewesen mit Krishna haben kann.
Neutrale Beziehung (Pflanzen und Tiere in der spirituellen Welt, aber auch ganz einfach als Verehrender gegenüber dem Allmächtigen Gott in Person), Beziehung als Diener (als Beispiel; Hanuman – Lord Rama), Beziehung als Freund (als Beispiel; Arjuna – Shri Krishna), als Eltern (Mutter Yashodha – Shri Krishna), als Eherfrau (die Königinnen von Dvaraka mit Shri Krishna) und als unverheiratete Freundinnen (die Kuhirtenmädchen mit Shri Krishna).
Zitat:
Wenn der Diener wie eine Hand seines Herrn wird, wie weit ist es da zu sagen, er wird Eins mit dem Herrn?


Ja, sicher. Aber tatsache ist, es findet ein liebender Austausch statt und ist eben nicht formloses einswerden mit einer formlosen Energie.

Zitat:
Zitat:
@Jivatma
Bitte beantworte mir folgende Frage: Wenn wir das Ganze sind, wieso sind wir dann jetzt in Illusion darüber?
Wenn das stimmt was du erklärst, dann ist die Illusion mächtiger als das Ganze!


Warum wir in der Illusion über unsere wahre Natur sind? (Da haben wir doch gemeinsam das Konzept der Maya. Da sehen wir die Dinge nicht kontorvers.) Ich denke es war unsere ureigene Entscheidung, uns diesem Spiel hingeben zu wollen, als wir noch ohne Illusion und in Gott waren. So wie wir nur einen Film im Kino wirklich genießen können, wenn das Licht aus ist, wir in die Handlung mit Haut und Haaren eintauchen können, und die Illusion dabei zu sein, perfekt ist. Dann ist die Identifikation mit dem Hauptdarsteller möglich und wir freuen uns und leiden mit ihm. Doch das Schönste ist immer das happy-end, das uns nicht sicher ist, aber von dem wir innen drin fühlen, dass dieser verheißungsvolle Moment kommen wird. Die Illusion ist nie mächtiger als das Ganze, aber das Ganze läßt diesen Eindruck zu, damit überhaupt das Schauspiel der Schöpfung stattfinden kann. Wer würde gerne spielen, wenn niemand mitspielt und man das Ergebnis schon vorweg weiß?


Das setzt Willen voraus und Willen bedeutet Person. Also sind wir bereits in der Transzendenz Person.

Gruss
Hallo Nasruddin,

Zitat:
4 Gott ist es, der Himmel und Erde, und (alles) was dazwischen ist, in sechs Tagen geschaffen und sich daraufhin auf dem Thron zurechtgesetzt hat (um die Welt zu regieren). Außer ihm habt ihr weder Freund noch Fürsprecher. Wollt ihr euch denn nicht mahnen lassen? 5 Er dirigiert den Logos vom Himmel zur Erde. Hierauf steigt er (d.h. der Logos) (wieder) zu ihm auf. (Das vollzieht sich alles) in einem Tag, dessen Ausmaß nach eurer Berechnung tausend Jahre sind.
[Sure 32. Die Anbetung: Der Koran, S. 733 (vgl. Sure 32, 4-5) (c) Verlag W. Kohlhammer]


„Schöpfer-Götter“ gibt es laut Veden viele.
Laut Veden leben wir in einem multidimensionalen Kosmos. Man spricht von 14 Dimensionen. In höheren Dimensionen ist die Materie weniger verdichtet und die Zeit läuft langsamer ab. Je höher je weniger verdichtet, je langsamer der Zeitablauf. Es gibt Welten in denen die dämonischen Wesen leben, die die Herrschaft Gottes bekämpfen, weil sie selber „Gott“ sein wollen und es gibt Welten in denen selbstlose Wesen leben die Gott dienen und dem Menschen helfen wollen spirituellen Fortschritt zu machen.
Wir die Erde befinden uns auf dieser Leiter „zu unterst“. Hier ist die Materie am meisten verdichtet und die Zeit läuft am schnellsten ab. Unsere Sicht des Kosmos ist äusserst begrenzt (3-Dimensional)
Die Schöpfung ist laut Veden auf einer Hirarchie aufgebaut wo es sowohl Gott als auch Diesem untergeordnete Götter gibt.
Die Angabe im Koran die du zitierst klingt nach einem „Manu“. So werden von Gott ermächtigte Schöpfergötter ganannt. Vom Wort „Manu“ stammt das sanskritwort „Manushya“ – Mensch. (sehr ähnlich zum engl. „Man“) Manu gilt als „der Vater der Menschheit“, er gab den Menschen auch das Gesetzbuch, die Manu-samhita. Manu wird als Manvantara-Avatara bezeichnet. In einem Zeitraum von 4,32 Milliarden Erdenjahre (was einem Tag im Leben Brahmas entspricht der in der höchsten materiellen Dimension lebt, genannt Brahmaloka oder Satyaloka) erscheinen 14 Manus, jeweils nach einer Teilzerstörung des Universums. Ein Manu regiert während 308,57 Millionen Erdenjahre. Für ihn ist diese Zeitspanne von 308 Millionen Erdenjahre, 100 Jahre. Während diesem Zeitraum erscheint er auf verschiedenen Planeten als „Schöpfergott“.

Gruss
@Jivatma

Ich habe über das Manu (Mensch) nachgedacht und bin zum Schluss gekommen, dass dies nicht so gedacht ist.

Da der Koran sich auf einen alleinigen, einzigen und ewigen Gott, der nicht zeugt und nicht gezeugt ist, bezieht, komme ich zum Schluss, das damit wohl Krs(ht)na gemeint ist.

Wer Mich als den Ungeborenen, als den Anfangslosen,
als den Höchsten Herrn aller Welten kennt, ist frei von
Täuschung und von allen Sünden befreit.
Bhagavad Gita wie sie ist: Kapitel 10 ( Die Füllen des Absoluten) , Vers 3

Ich bin der Ursprung aller spirituellen und materiellen
Welten.
Alles geht von Mir aus. Die Weisen, die dies
vollkommen wissen, betätigen sich in Meinem
hingebungsvollen Dienst und verehren Mich von
ganzem Herzen.
Bhagavad Gita wie sie ist: Kapitel 10 ( Die Füllen des Absoluten) , Vers 8

Ferner, o Arjuna, bin Ich der zeugende Same allen
Seins. Es gibt kein Wesen . beweglich oder
unbeweglich ., das ohne Mich existieren kann.
Bhagavad Gita wie sie ist: Kapitel 10 ( Die Füllen des Absoluten) , Vers 39

Gruss
Nasruddin
Forum -> Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrische Religion

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