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Shivaismus oder Vishnuismus oder Krishnaismus?












Das ist gerade der Knackpunkt, an dem sich die Vaishnavas wie Jivatma von den advaita Vedantisten unterscheiden.

Nasruddin hat da ganz geschickt argumentiert als er sagte, da Gott ja gänzlich unbeschreibbar und unbegreiflich ist, kann man darüber keine Aussage treffen. Alle Philosophien sind letztlich nur Konzepte, die die Wirklichkeit beschreiben, aber nicht die Wirklichkeit selbst. Insofern macht es auch keinen wirklichen Sinn, darüber zu streiten, was am Ende "wahr" ist.

-Ja das denke ich auch. Andererseits kann eine Philosophie auch eine Schönheit haben, die einen Funken der Göttlichkeit wiederspiegelt. Und ich glaube das erfahren wir auch, wenn wir Sätze aus der Bhagavad Gita oder den Veden, Sufi-Sprüche oder buddh. Koans reflektieren. Es sind reine Schwingungen, die in uns eine Resonanz erzeugen, uns an eine Erfahrung erinnern, vielleicht als wir noch in Gott oder bei Gott waren.

Auch bei unserem gegenseitigen Austausch entdecken wir hinter dem was verschieden erscheint, die Gemeinsamkeit, das vertraute Gefühl, das erhebend ist. Zumindest erlebe ich das so.

Lieber Gruß Vaijanath
@Vaijanath

Zitat:
Daher meine Skepsis gegenüber Vorstellungen, dass der Mensch zwar von Gott geschaffen wurde, aber dann bis in alle Ewigkeiten von ihm getrennt bleibe, eine Zweiheit oder gar Vielheit zurückbleibt. Das gilt auch für Das Böse. Kann das noch ein Monotheismus sein, der am Anfang Eins hat und am Ende aber eine Vielheit?


Ich kann mir nicht Vorstellen, das etwas getrennt ist von Gott.
Gott ist in uns, um uns und um uns herum... (** wo ist ulm ? **)

Die Trennung kann allerhöchstens als das Nicht-Erkennen desselben sein.

Die Einheit Gottes ist auch die Einheit mit seinen Geschöpfen. Gott will sich finden in uns so wie wir uns mit Gott zu vereinen suchen. Der Mensch als Spiegel Gottes das sich selber im Spiegel erfährt...

Jetzt wird es Mystisch: Es ist nicht mehr das Wissen wie und was und warum, sondern die Erfahrung das ES IST.

Grüss Gott
Nasruddin
Wenn man an die drei großen Stadien der Schöpfung denkt, dann entdeckt man vielleicht etwas vom Verlauf:
1. Ausströmen aus Gott. Aus der Einheit wird die Vielheit.
2. Individualisierung. Aus der Vielheit wird eine Vielzahl von Einzelseelen.
3. Rückkehr zu Gott. Aus der Vielzahl wird wieder eine Einheit. Diese Einheit stellt eine Seelenhierarchie dar, die aus der harmonischen Gemeinschaft vollends entfalteter Einzelseelen besteht.

Kann man das so annehmen ?

Wer meint, daß ein allmächtiger Gott nichts vom Luzifer und seinen Taten weiß, der meint einen schwachen Gott - doch wenn man an das von Menschen gemachte Übel denkt, muß versuchen, weiter zu denken.
Warum geschieht das Böse zum Guten für den Menschen(Seele) ? Was macht den Sinn allen Lebens aus ?
Sich in den Sandkasten zu setzen und wie ein Kind(Seelenalter) mit den Förmchen(Lebensgenüssen) spielen ?
Ist die Welt eine Bühne, in der Seele(Mensch) sich ausagiert ? Seine Rolle spielt ?

Es ist die vereinfachte Form des Denkens - es gehört so vieles dazu - doch viele Aspekte werden herausgenommen aus einer Ganzheit - das Planetensystem - der Bezug zu allem - Erde als aktives Element - Planetensystem mit Bezug zu allem Leben - ohne Mond z.B. hätte die Erde vielleicht eine andere Funktion - Jupiter hielt Kometenbeschuß von der Erde ab - macht alles Sinn - dann ist ein notwendiges Fragen unerläßlich.
Selbst in Odenwalds Universum hinterfragt man so manche vergangene Erkenntnis.

http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de

Es heißt ja auch, daß die Schöpfung mit der Entstehung der irdischen Materie noch nicht abgeschlossen ist, sondern nur ihr erstes Stadium beendet ist, den sie wird mit der Individualisierung d.h. dem Aufbau und der Entfaltung der Einzelseele fortgesetzt.

Die Evolution ist Ausdruck der Entstehung von Arten und dem Vergehen - alles vollzieht sich in einem Prozeß, den wir in dieser Sensibilisierung gar nicht wahrnehmen.
Weil wir wohl immer nur den Abschnitt unseres Lebens vor Augen haben, in dem wir und unser Umfeld existieren - daß es schon immer Menschen gab, schon immer Schicksale, schon immer große Ereignisse nehmen wir nicht wahr - unsere Konzentration liegt auf dem Hier und Jetzt.

Erst beim näheren Hinschauen und vielleicht Hineinfühlen erkennen wir mehr. Und unser Blick wird objektiver.

Wie groß muß die Objektivität Gottes sein, dies im gesamten Zeitraum der Existenz allen Lebens zu erkennen - für alles und jedes ?

Gruß
@nasruddin
@gabriele

Liebe Seelenverwandte,

Ja, genau so empfinde ich das auch. Ihr seid also Mystiker und advaita-Vedantisten! Alles kommt von Gott, alles kehrt wieder zu ihm zurück, bzw hat Ihn nie verlassen (aus göttlicher Sicht), hat Ihn vergessen, verloren (aus menschlicher Sicht) und macht sich auf die Suche nach Ihm, individuell und kollektiv.

Doch noch eine Frage:

Wenn alles wieder an oder in seinen Ursprung zurückkehrt, dann ist aber doch keine Entwicklung da. Und das widerspricht eigentlich der Erfahrung in der Natur. Alles entwickelt sich zyklisch, kommt auch scheinbar wieder an seinen Ausgangspunkt zurück, hat aber in einer anderen Qualität, nennen wir es eine andere Dimension einen Fortschritt, einen Reifeprozess durchgemacht. Wir sterben ja auch nicht als Säuglinge, die wieder in den Bauch der Mutter schlüpfen.

Was unterscheidet also den Ausgangspunkt der Schöpfung vom Ende der Schöpfung, individuell, wenn der Mensch sein Ziel erreicht und kollektiv, wenn die Weltseele wieder zu Gott zurückfindet? Vielleicht ist ja gerade das dieser Unterschied, dass Gott und der Mensch nicht mehr wieder Eins werden?

Lieber Gruß Pir Vaijanath der Knackpunktsucher
Forum -> Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrische Religion

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