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Eine der größten Schwierigkeiten bei der Selbstveränderung liegt darin begründet, daß viele Menschen, die sich in ungünstigen Situationen befinden, paradoxerweise dazu neigen, den Ist-Zustand gegenüber der Veränderung zu bevorzugen. Der Grund dafür liegt nicht etwa - wie so oft gesagt wird - in der Bequemlichkeit. Im Gegenteil, es ist oft beeindruckend, wieviel Energie Menschen aufbringen, um einen Zustand beizubehalten, unter dem sie leiden. Das Neue, Unbekannte ängstigt, lieber bleibt man beim alten Zustand, auch wenn dieser noch so belastend ist - aber er ist zumindest vertraut.
Persönliche Widmung an mein Küken
Es genügt nicht, bloß zu existieren. Es genügt nicht zu sagen: "Ich verdiene genug und kann meine Familie ernähren. Ich mache meine Arbeit gut, ich bin ein guter Vater, Ehemann, Kirchgänger." Das ist alles lobenswert. Aber man muß mehr tun, nämlich immer trachten, etwas Gutes zu tun, irgendwo. Jedermann muß sich auf seine Weise bemühen, sich seinem wahren Wert gemäß zu verwirklichen. Du mußt deinen Mitmenschen etwas Zeit widmen. Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, unternimm etwas für Hilfsbedürftige, etwas, wofür du kein Geld erhältst. Denn vergiß nie: Du lebst nicht allein auf dieser Welt. Deine Brüder sind auch noch da.
Albert Schweitzer
Die meisten Menschen verlangen zu viel vom Leben, mehr, als es unter normalen Umständen gewähren kann. Sie verachten die kleinen Freuden auf der Jagd nach den großen. Die Kunst besteht aber darin, diese kleinen Freuden überhaupt zu sehen, zu finden und zu empfinden.
Bruno Bürgel
Der Wunsch, das Lebensnotwendige zu besitzen, hat noch keinen Menschen zu Fall gebracht, wohl aber der Wunsch nach Dingen, die er nicht wirklich braucht. Keinem Volk wurde das Verlangen nach Getreide, Obst, reinerer Luft, klarerem Wasser, vollkommener Kunst oder schöneren Frauen zum Verderben, sondern die Gier nach Gold, Schätzen, Sklaven, Macht, unverdiehntem Ruhm und der Hang zu grundloser Überheblichkeit.
Joubert, Pensées
Wie überlegen wirkt doch Natürlichkeit. Ich kenne keinen Menschen, der mich beeindruckt und der sich nicht stets einfach und natürlich gibt. Gekünsteltes Verhalten ist unweigerlich ein Zeichen von Unsicherheit.
Charles Gates Dawes
Es gibt eine Zeit zu sprechen und eine Zeit zu schweigen. Es gibt Dinge zu erzählen und Dinge, die nicht zu erzählen sind. Aber es gibt eine ausgezeichnete Regel: nach ihr soll man im Umgang mit anderen - ob geschäftlich oder gesellschaftlich - Offenheit üben. Der offene Mensch beschreitet eine feste Brücke über einen Fluß, während der Heimlichtuer vorsichtig von Stein zu Stein hüpft.
Forbes
Der erste Mensch, der eine Wiese einzäunte und forsch verkündete: "Das ist mein Land!" und Leute fand, die dumm genug waren, es zu glauben, war der eigentliche Begründer der modernen Gesellschaft. Wie viele Kriege, Verbrechen, Morde, wie viel Elend und Feindschaft wäre der Menschheit erspart geblieben, wenn damals einer beherzt vorgetreten wäre, die Pfähle herausgerissen, den Graben aufgefüllt und allen zugerufen hätte: "Hört nicht auf die Behauptungen dieses Betrügers! Ihr seid verloren, wenn ihr vergeßt, daß die Früchte der Erde allen gehören und die Erde niemandes Besitztum ist!"
Jean Jacques Rousseau
Machen Sie sich nicht vor, dass Sie alles bekommen werden. Das werden Sie nicht. Psychologisch gesehen ist das auch gar nicht gesund. Das Wunderbare am Menschen ist, daß er ständig nach den Sternen greift. Je mehr wir haben, desto mehr wollen wir. Eben deshalb werden wir nie alles haben.
Joyce Brothers
[b]Uns allen tut es gut, gelegentlich einen langen, festen Blick auf unser wahres Ich zu werfen und uns zu fragen, ob der Umgang mit uns selbst angenehm ist und was sich zu einer Verbesserung tun ließe. Mit bestimmten Eigenschaften kommt man weit in dieser Welt. Meinem Vater konnte keiner etwas abschlagen, er hatte unwahrscheinlichen Charme und Takt. Einmal sagte er zu mir: "Das ist mir nicht in die Wiege gelegt worden, weißt du. Ich dachte nur, es zu pflegen könnte sich lohnen."
Morris Mandel
Jugend ist kein Lebensabschnitt - sie ist eine Geisteshaltung, sie ist die Beschaffenheit der Willenskraft, eine Eigenschaft der Phantasie, die Kraft der Gefühle, der Sieg des Mutes über die Ängstlichkeit und der Abenteuerlust über die Bequemlichkeit. Niemand wird alt, nur weil er eine bestimmte Anzahl von Jahren gelebt hat. Die Menschen werden alt, wenn sie ihre Ideale aufgeben. Wenn wir unsere Begeisterungsfähigkeit verlieren, bekommt unsere Seele Falten.
CPOA Newsletter Kapstadt
Wir entscheiden uns nicht gern für das Unbekannte, denn es könnte erschreckend, enttäuschend oder nur einfach etwas sein, dem wir uns nicht gleich gewachsen fühlen. Und doch ist das Unbekannte mit all seinen Enttäuschungen und Überraschungen das, was uns am meisten gibt.
Anne Morrow Lindbergh
Die Erfindung des Fernsehens war das revolutionärste Ereignis unseres Jahrhunderts. Es stand an Bedeutung weder der Entdeckung des Schießpulvers noch der Erfindung der Druckerpresse nach, die das Leben der Menschen auf Jahrhunderte hinaus veränderten. Das Fernsehen bewirkte, daß Menschen nicht mehr vor dem Haus stehen und sich unterhalten oder im Wohnzimmer gemütlich beisammen sitzen, um zu erleben, wie menschliche Kontakte das Dasein erhellen können. Jetzt hocken die Menschen allein in dunklen Zimmern oder manchmal in schweigenden Gruppen, was dasselbe ist, und starren auf Elektronikmöbel mit flimmernden Bildern.
Russell Baker, Journalist
Die 16 Grundbedürfnisse der Menschen: Macht, Unabhängigkeit, Neugier, Akzeptanz, Ordnung, Ehre, Idealismus, soziale Kontakte, Familie, Status, Rache, Liebe, Essen, körperlicher Bewegungsdrang, Ruhe, Sparen.
Steven Reiss (Professor für Psychologie und Psychiatrie, Ohio State Universität)
[Studie, in der rund 6000 Menschen in Hinblick auf ihre Bedürfnisse befragt wurden]
Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuß ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama
Das sind die Zitate, die jeder Mensch Zeit seines Lebens einmal gelesen, sie verstanden und darüber nachgedacht haben sollte; meiner Meinung nach. Daraus lediglich eine Erkenntnis zu ziehen, würde ihrer Aussage und deren daraus resultierenden Aufforderung Umstände in unserer unmittelbaren Umgebung zu verändern jedoch nicht gerecht werden. Solltest Du über Zitate verfügen die Deinen Geist sehr beschäftigt haben, würde ich mich über Zusendung derselbigen sehr freuen. Auch ernstgemeinte Kritik oder Anregungen sind willkommen. [/b]
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Heute habe ich das tägliche Wort gelesen und möchte einiges einfügen:
Thema: Erziehung
Die Wurzel schlechter Taten ist Unwissenheit; wir müssen uns deshalb fest an die Werkzeuge der Wahrnehmung und Erkenntnis halten. Ein guter Charakter muß gelehrt werden.
*Der Mensch trägt bei der Geburt gute und weniger gute Eigenschaften in sich. Die Erziehung in manchen Familien gilt für alle geborenen Kinder gleich, doch jedes Kind entwickelt sich anders. Es liegt daran, daß jedes Kind seine eigenen Erfahrungen machen muß und diese auch erleben wird. Geführt werden ist gut, und doch: die Entwicklung läuft anders. Denn wir haben nicht alle den gleichen Charakter und so auch keine gleiche Entwicklung.
Das Licht muß weithin verbreitet werden, damit alle in der Schule der Menschlichkeit die himmlischen Eigenschaften des Geistes erwerben und zweifelsfrei erkennen, daß es keine heißere Hölle, keinen feurigeren Abgrund gibt als einen unzuverlässigen, verderbten Charakter.
*Das innere Licht kommt aus jedem Menschen selbst und in manchen entwickelt es sich erst im Laufe der Jahre oder nie. Menschen, die in der Kindheit Tiere quälten, haben es später bereut oder sie sind nie einsichtig geworden und haben später auch Menschen sehr schlecht behandelt.
Es gibt keine dunklere Grube, keine abscheulichere Qual als verdammungswürdige Eigenschaften.
*Auch das Böse gehört zur Entwicklung, denn wer das Böse nicht kennt, wird das Gute nicht einschätzen können.
Jeder Mensch muß zu einer so hohen Stufe erzogen werden, daß er sich lieber die Kehle durchschneiden läßt, als eine Lüge auszusprechen, und daß es für ihn leichter ist, vom Schwert geteilt oder vom Speer durchbohrt zu werden, als eine Verleumdung zu äußern oder dem Jähzorn zu verfallen. ...
*Ist das nicht etwas zu hoch gegriffen. Hier stellt sich wieder die Frage nach dem Gut und Böse. Ein Mensch soll ja nicht drangsaliert oder so manipuliert werden, daß er nur noch als Zinnsoldat wirkt, sondern er soll ein freies Wesen bleiben, mit freier Entscheidungskraft.
Was hat man von Menschen, die nur noch das sagen, was ihnen gesagt wird und die Angst haben, vom "Weg" abzukommen ?
Es ist äußerst schwierig, nach der Pubertät den Menschen zu lehren und seinen Charakter zu verbessern. Dann nämlich, so zeigt uns die Erfahrung, nützt alles nichts mehr, auch wenn noch so große Anstrengungen unternommen werden, seine Neigungen zu verändern. Er wird sich heute vielleicht etwas bessern. Aber einige Tage später vergißt er alles wieder und fällt zurück in seinen gewohnten Trott, seine eingefahrenen Geleise. Deshalb muß in frühester Kindheit eine feste Grundlage gelegt werden. Solange der Zweig grün und zart ist, kann er leicht gerade gebogen werden.
*Sicherlich wird ein junger Zweig gut gebogen, aber manchmal wächst er menschlich dann etwas schief. Nur nach Vorgaben zu leben, was nützt es, wenn er sich entwickeln muß, wenn er eigenständig entscheiden muß und wer nur nach außen lächelt, würde mir nicht suspekt sein, denn dann weiß ich nicht, was wirklich in ihm vorgeht, was er unterdrückt, wenn er nicht einmal etwas aus sich heraus läßt, was wirklích aus ihm kommt. Einer Marionette möchte ich nicht begegnen. Ich bin in meinem Leben schon vielen begegnet, deren Lächeln kein inneres Lächeln war. Das kann ich erkennen, wenn ich genau auf seine Gesichtszüge achte, ihn auch mal mit anderem konfrontiere und somit das heraus locke, was wirklich in ihm drin steckt. Jeder Topf, in dem heißes Wasser kocht, wird eines Tages überlaufen, den Deckel heben und den Dampf ablassen. Wird es unterdrückt, entstehen Neurosen und andere psychische Krankheiten. Wem nützt das ?
Unserer Meinung nach sind die Eigenschaften des Geistes die erste, die göttliche Grundlage. Sie schmücken das wahre Wesen des Menschen, und Wissen ist die Ursache menschlichen Fortschritts. Die Geliebten Gottes müssen dieser Angelegenheit große Bedeutung beimessen und sie mit Eifer und Begeisterung vorantreiben. Abdu'l Baha, Briefe und Botschaften
*wer sind die Geliebten Gottes ?
Die Göttliche Grundlage wird sich entwickeln müssen im Laufe der Inkarnationen.
| Zitat: |
"Die Revision"
Erst, wenn der Mensch etwas innere Freiheit und somit die Fähigkeit erlangt, Distanz zu sich selber zu gewinnen, kann er sein Leben nicht nur nach subjektiven Kriterien, sondern auch nach objektiven, überpersönlichen Gesichtspunkten ausrichten. Er wird auch fähig, immer deutlicher zu erkennen, welche seiner bisherigen Vorstellungen und Überzeugungen überholt sind, weil sie mit der Wirklichkeit nicht konform gehen. Er sieht ein, daß ein großer Teil von ihnen seine eigenen Projektionen spiegeln oder daß er sie von einer Gemeinschaft übernommen hat. - So erscheint, sobald die Urteilskraft in ihm heranwächst (vor allem von der fünften Stufe an), alles, was auf der dritten Stufe als "unverrückbar" und "endgültig" galt, fragwürdig und revisionsbedürftig. Und vieles, was damals als "die volle Wahrheit" oder als "Göttliche Offenbarung" angesehen wurde, zeigt sich ihm nun in seiner wahren Gestalt als bloßes Menschenwerk.
Auf diese Weise vollzieht sich eine gründliche Umgestaltung des Ordnungssinnes. Und dies hat Folgen für alle Lebensbereiche. - Die alten Ordnungsschemata, darunter "Glaubenssätze" aus dem religiösen und profanen Bereich, werden überprüft und - falls als unzutreffend erkannt - korrigiert und aufgegeben. Jene Thesen, welche der Überprüfung standhalten und sich aufgrund eigener innerer Erfahrungen als wahr erweisen, werden aufrecht erhalten und - von den zugefügten, alszu menschlichen Vorstellungen befreit - neu belebt."
ISBN 3893854010 |
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