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Zielsetzung der Menschwerdung in den Religionen












http://www.alexander-gosztonyi.ch/agos/rueckblick/index.php

Das Thema des aktuellen Heftes "Rückblick" behandelt die Situation der Tibeter.

"In Tibet wird durch den "kulturellen Völkermord" nicht nur der Lamaismus, sondern auch so manches, was im Buddhismus gelehrt wird, in Frage gestellt.

(Seite 12)

Die zweite Vorstellung ist die Zielsetzung der Inkarnationen. Das Ziel des Lebens ist nach der ursprünglichen buddhistischen Ansicht, sich auf Erden so zu verhalten, daß man es nicht mehr nötig hat, wieder auf die Erde zu kommen, weil man sein Karma vollends aufgelöst und sich kein neues Karma aufgeladen hat. Daß jemand als 'Erlöster': als Boddhisattva, es dennoch tut: sich wieder inkarniert, so aus Liebe zu den Mitmenschen, um ihnen zu helfen, in das 'Erlöschen': in das Nirvana, eingehen zu können.

Das tragende Element im Leben des Menschen ist jedoch nicht der Kampf mit sich, um Karma zu vermeiden, sondern die Entwicklung. Das Ziel der Entwicklung des Mensch ist nicht, seine Person auszulöschen, sondern sie vollends zu entfalten, um zu einer Lichtgestalt zu werden. "
Die dritte Vorstellung betrifft das Gottesbild. Auch in der Bon-Religion taucht der Gedanke auf, daß es einen Himmelsgott gebe, der über allen steht, doch in das Geschick der Welt nicht eingreift. Dies wäre nach streng buddhistischer Auffassung gar nicht nötig, denn in der Welt herrscht nicht Gott, sondern ein autonomes Gesetz: das Karma-Gesetz.

Die Frage nach der Existenz Gottes wäre also überflüssig: Ob es einen Gott gibt oder nicht, am Weltengang und am Schicksal der Menschen würde es so oder so nichts ändern.

Auch in dieser Frage steht nicht einfach Glaube gegen Glaube, sondern die überhaus konkrete Erfahrung zahlloser Menschen gleich welcher Religion. Denn sie wissen, weil sie permanent erleben, daß der Mensch von Höheren Mächten geführt wird, und zwar in Liebe. Und viele wissen zudem, weil sie es ebenfalls erleben, daß diese 'Höhere Führung' aus einer Hierarchie von Lichtgestalten besteht, deren oberste Lenkung in der Hand eines Wesens liegt, daß für alle Seelen, ohne Ausnahme und ungeachtet dessen, wo sie heute stehen und wie sie sich verhalten, selbst Sorge trägt und mit Liebe umgibt, und den alle, die ihn erfahren, als Gott erleben.
(Seite 13)
(Seite 12)

Drei Vorstellungen düften besonders wichtig sein, die aufgegeben werden müssen:
Die eine ist die Vorstellung, daß sich die Seele des Menschen in einem Tierleib inkarnieren kann. Würde dies zutreffen, so wäre die Möglichkeit einer permanenten Entwicklung der Seele nicht gegeben. Und alle, die um die Abfolge der Reihe der Inkarnationen wissen, wissen auch, daß die Seele, die einmal angefangen hat, sich als Mensch zu inkarnienen, nie wieder in einem Tierleib auf die Erde kommen kann. In der Seele entfalten sich beim Durchgang in den Inkarnationen als Pflanze, Tier und Mensch jeweils zusätzliche Schichten, von denen einige wieder ausgemerzt werden müßten, sollte die Seele auf eine tiefere Stufe zurückfallen. Wie es allerdings unmöglich ist, einen Erwachsenen, weil er etwas Schlimmes angestellt hat, dazu zu verdammen, daß er wieder zu einem Säugling wird, so ist es von Natur aus nicht möglich, aus einer menschlichen Seele wieder eine Tierseele zu machen.
"Auch eine Tierseele, die im Begriff ist, im Einzelgang zur Seele eines Menschen zu werden, kann es sich noch anders überlegen oder sich sogar weigern, den Schritt zu tun (z.B. wegen schlechter Erfahrungen mit Menschen als Nutztier oder später als Vital-Ich) Sie kann in dem Fall auf eine völlig andere Entwicklungslinie hinüberwechseln, um sich in einem anderen Reich weiterzuentwickeln.

Jede Seele muß jedoch, sobald sie eine bestimmte Höhe in ihrer Entwicklung ereicht hat, durch das Reich der Niederen Wesenheiten gehen. Jede Tierseele , die zur Menschenseele werden soll, wird vor dem Antritt ihrer Menschwerdung eine Niedere Wesenheit. Aber auch die Seelen der Naturgeister und jene, die aus anderen Reichen stammen, gelangen im Laufe ihrer Entwicklung in dieses Reich. Ihr Aufenthalt dort bietet eine spezielle Schulung, die sie auf ihren weiteren Entwicklungsweg vorbereitet. Der Mensch, der auf die Erde kommt, beerbt in erster Linie sich selber. All das, was ein Mensch heute kann und weiß, hat er sich in einem sehr langen Entwicklungsprozeß selber erarbeitet, und zu jenem Wesen , das er heute ist, hat er sich selber emporgerungen. "
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