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Ich muß sagen dass der Buddismus nur Wiedersprüche hat. ++
Da ist ein mal das Thema Wiedergeburt das vom Buddismus erfunden wurde: Wie soll das gehn? ++ Wenn _jeder Mensch_ mal stirbt und als Mensch wieder zurpckkommt - müsste dann die Bevölkerung nicht exponnentiell zunehmen?
++ Oder das mit Gott oder nicht-Gott: auf der einen Seite sagen Buddisten sie glauben an Gott und andere Buddisten sagen es gibt _keinen_ Gott.
Irgendeiner muss doch falsch liegn bitte.
Gruss
Ana
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Hallo Ana,
die Existenz oder Nichtexistenz von Gott oder Göttern spielt im Buddhismus keine Rolle. Sie mögen existieren oder nicht, sind aber für das Erlangen der Erleuchtung im buddhistischen Sinne -und das ist das angestrebte Ziel- unwichtig.
Wenn man sich mit dem tantrischen Buddhismus (Vajrayana) beschäftigt, begegnet einem in der Literatur der Begriff der "Gottheiten", die oft bunt, teilweise mehrarmig und /oder in Vereinigung dargestellt sind. Der Begriff "Gottheit" ist eine eher unglückliche Übersetzung, weil damit keine äußeren Götter gemeint sind, sondern Aspekte des eigenen Geistes, die symbolisch ausgedrückt werden. Sie sind also nichts Äußeres und von einem selbst Getrenntes. Diese Art der Übersetzung kann zu dem Mißverständnis führen, im Buddhismus hätten Götter eine Bedeutung.
Gruß, Alex
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Hallo Alex
>>>die Existenz oder Nichtexistenz von
>>>Gott oder Göttern spielt im Buddhismus keine Rolle.
Also das kanns ja nicht sein. Wie kann so was _wichtiges_ keine Rolle spieln? ++
Das ist ja _total egoistisch_: man denkt nur an sich und seine Erleuchtung und obs nen Gott gibt (der einen erschaffen hat) soll egal sein? ++
Meine Frage daher an einen Buddisten (bist du Buddist):
Glaubst DU an Gott?
Was ist der Sinn des Lebens für einen Buddisten?
Wie stehst DU zur Wiedergeburt?
Und was steht in den Budda-Schriften dazu?
Tschüssi
Ana
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Hallo Ana,
im Buddhismus gibt es keinen Schöpfergott. D.h. die Wesen und die Erscheinungen der Welt sind nicht gottgeschaffen.
Ich persönlich kann mir vorstellen, daß es Götter gibt. Insofern könnte man sagen, ich glaube an ihre Existenz. Aber sie haben für mich keine besondere spirituelle Relevanz.
Der Sinn des Lebens? Interessanterweise habe ich vor kurzem mit einem Freund über dieses Thema gesprochen, weil ich festgestellt habe, daß diese Frage für mich ihre frühere Bedeutung verloren hat. Sie ist hat sich einfach aufgelöst.
Wiedergeburt aus buddhistischer Sicht ist knapp ausgedrückt das Fortdauern von geistigen Eindrücken. Das bedeutet, die Eindrücke, die man in den Geist gesetzt hat, manifestieren sich. Das ist etwas grundsätzlich anderes als eine "Seelenwanderung".
Übrigens ist das "egoistische" Denken an die eigene Erleuchtung kein geeigneter Weg, um diese zu erlangen
Gruß, Alex
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| Zitat: |
| Ich muß sagen dass der Buddismus nur Wiedersprüche hat. ++ |
Ja - das find ich auch ganz toll.
Buddhisten zeigen in schöner Weise, wie Gegensätze einander nicht nur entgegenstehen, sondern einander auch zuspielen - dass das Ende - anders rum gesehen, der Anfang ist - dass Widerspruch - allerdings richtig gesetzt, Ergänzung und nicht Auflösung heisst - dass Wahrheit für den Dummen Lüge ist und Lüge für den Weisen das Tor zur Wahrheit und, und, und - ein Geschenk des Himmels Buddhismus und Buddhist, für den Gold und Erde, letztlich bloss Materie ist.
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